Die Sängerin Natalia Walewska hat ihre Teilnahme an der Demonstration „Antimaidan“ erstmals öffentlich kommentiert. Die Künstlerin gab zu, dass sie damals unter Druck handelte, und drückte ihre Reue darüber aus, dass sie sich während der Ereignisse von 2013–2014 im Land befand.
Geständnis von Druck und Drohungen
In einem Interview verschwieg Walewska nicht, dass ihre Entscheidung, bei der Aktion aufzutreten, von äußeren Umständen diktiert wurde. „Es wäre toll gewesen, wenn ich damals gar nicht im Land gewesen wäre, damit das Telefon nicht klingelt“, bemerkte die Sängerin. Sie fügte hinzu, dass sie direkten Drohungen ausgesetzt war, und betonte die Ernsthaftigkeit der Situation: „Es ist schwer, wenn man bestimmte Sätze in Bezug auf sich selbst hört und versteht, dass diese Leute nicht scherzen“.
Die Künstlerin gab zu, dass es unter solchen Bedingungen extrem schwierig ist, eine bewusste Entscheidung zu treffen: „Einfach gesagt, egal wo man ist, kann man einen Menschen liquidieren“.
Fokus auf die Gegenwart, nicht auf die Vergangenheit
Trotz der Schmerzhaftigkeit des Themas erklärte Natalia Walewska, dass sie sich heute auf die aktuellen Realitäten konzentriere und nicht auf eine Neubewertung der Vergangenheit. „Ich bin vielleicht noch nicht auf dem Niveau, um alles zu bewerten. Das sind sehr ernste Dinge. Wir leben jetzt, wir müssen uns auf das konzentrieren, was heute ist“, sagte sie.
Die Sängerin drückte jedoch die Hoffnung aus, dass sie in der Zukunft die Umstände dieses Ereignisses vollständig offenlegen könnte: „Wenn Gott es so will, dass die Zeit kommt und man es erzählen und benennen kann, wäre das sehr gut. Vielleicht würde das meine seelische Last erleichtern“.
Ablehnung des politischen Spiels
Walewska gab auch zu, dass sie gelegentlich Angebote zur Zusammenarbeit mit politischen Kräften erhielt, aber jedes Mal ablehnte. Nach ihren Worten nutzen Politiker populäre Menschen, um Wähler anzuziehen, und sie möchte kein Werkzeug in diesem Spiel sein: „Ich bin hier nicht, um einfach Wähler anzuziehen“.
Musik und Wohltätigkeit als Priorität
Heute widmet sich die Sängerin aktiv der Musik und der Wohltätigkeit. Sie tritt bei Konzerten in der Ukraine und im Ausland auf und unterstützt Menschen nicht nur mit Liedern, sondern auch durch Taten. „Solange ich hier bin und ich bereits einen bestimmten Lebenshintergrund habe, sehe ich, dass ich jeden Tag etwas Gutes tun muss. Das ist meine Aufgabe zum jetzigen Zeitpunkt“, fasste Walewska zusammen.