In der Nacht vom 20. auf den 21. Oktober 2026 MESZ startete die reguläre Saison der National Basketball Association 2026/27. Das Eröffnungsprogramm umfasste drei Partien, von denen jede ihre eigene Geschichte schrieb: Die Detroit Pistons besiegten die Boston Celtics eindrucksvoll, die Philadelphia 76ers verdarben dem amtierenden Meister New York Knicks in LeBron James' Debütspiel die Party, und die Oklahoma City Thunder nahmen an den San Antonio Spurs Revanche für das Finale der Western Conference der Vorsaison. Drei Spiele, drei völlig unterschiedliche Verläufe, und keines davon ließ die Zuschauer unberührt.

Detroit holt zehn Punkte in 3,5 Minuten auf: Das Comeback zum Saisonauftakt

Das erste Spiel der neuen Saison endete mit einem 121:113-Sieg von Detroit gegen Boston. Die Gastgeber vollbrachten eines der spektakulärsten Comebacks der jüngeren Geschichte: Im Schlussviertel legten die Pistons einen 23:0-Lauf hin und verwandelten einen Zehn-Punkte-Rückstand 3 Minuten und 33 Sekunden vor der Schlusssirene in eine 112:99-Führung. Duncan Robinson spielte dabei eine Schlüsselrolle mit 21 Punkten, wovon 15 auf das vierte Viertel entfielen. Cade Cunningham und Jalen Duren steuerten jeweils 22 Zähler bei, während Javonte Green in nur 18 Einsatzminuten 19 Punkte beisteuerte. Bei Boston legte Paul George in seinem Celtics-Debüt 38 Punkte auf, Derrick White und Payton Pritchard trafen jeweils 17 Mal, während Jalen Tatum das Spiel mit 13 Punkten und 11 Assists beendete, bei einer Wurfquote von nur 6 von 23 aus dem Feld.

LeBron James' Debüt: Philadelphia bezwingt den Champion in New York

Das absolute Highlight der Nacht fand in New York statt, wo die Knicks ihre Titelverteidigung mit einer 100:106-Heimniederlage gegen Philadelphia begannen. Vor der Partie erhielten die Gastgeber ihre Meisterschaftsringe und enthüllten ein Banner zu Ehren ihres ersten NBA-Titels seit 53 Jahren – doch die Feier wurde von den Gästen getrübt, die sich in der Offseason mit LeBron James und Jalen Brown verstärkt hatten. Für den 41-jährigen Forward, der im Sommer nach Philadelphia gewechselt war, war es das erste Pflichtspiel im neuen Trikot. James beendete die Partie mit 14 Punkten, neun Rebounds und sieben Assists, während Tyrese Maxey mit 28 Zählern zum Matchwinner avancierte. Brown steuerte 19 Punkte, acht Rebounds und sechs Assists bei. Der Wendepunkt ereignete sich im dritten Viertel, als die 76ers mit einem 11:0-Lauf die Führung übernahmen und diese nicht mehr abgaben. Für New York erzielte Jalen Brunson 21 Punkte, und Karl-Anthony Towns verbuchte ein Double-Double mit 19 Punkten und 12 Rebounds. Auch der kommerzielle Aspekt sorgte für Aufsehen: Branchenkreisen zufolge kostete das günstigste Ticket für dieses Spiel 1,999 US-Dollar, was einen Rekord für NBA-Saisonauftaktspiele darstellt.

Oklahoma nimmt Revanche an San Antonio: 116:104 und 21 Punkte Vorsprung zur Pause

Im dritten Spiel des Auftakttags gewannen die Oklahoma City Thunder gegen die San Antonio Spurs mit 116:104. Die Begegnung war eine Neuauflage des letztjährigen Finals der Western Conference, welches die Spurs für sich entschieden hatten. Diesmal revanchierte sich das Team aus Oklahoma dank einer dominanten ersten Halbzeit: Zur großen Pause lagen die Gäste mit 21 Punkten vorne (65:44). In der zweiten Hälfte versuchten die Spurs zwar, das Spiel noch einmal spannend zu machen, doch die Thunder hielten den Vorsprung. Oklahomas Anführer Shai Gilgeous-Alexander war mit 32 Punkten Topscorer der Partie, Jared McCain steuerte 20 Zähler bei und traf dabei sechs Dreier. Victor Wembanyama, um den herum das Spiel von San Antonio aufgebaut ist, kam auf 12 Punkte, 13 Rebounds und sechs Blocks, erlebte jedoch einen schweren Abend aus dem Feld und traf nur 1 seiner 13 Würfe. Bester Werfer der Spurs war Stephon Castle mit 24 Punkten, gefolgt von Dylan Harper mit 18 Zählern.

Was der Saisonstart für die Kräfteverhältnisse in der Liga bedeutet

Der erste Spieltag der Saison 2026/27 hat sofort mehrere zentrale Trends aufgezeigt. Detroit hat unter Beweis gestellt, dass das Team zu späten Aufholjagden fähig ist und sein offensives Potenzial durch Cunningham, Duren und Robinson zu den variabelsten der Eastern Conference gehört. Philadelphia, verstärkt durch zwei All-NBA-Kaliber, zeigte, dass sie den amtierenden Meister in dessen eigener Halle bezwingen können. LeBron James' Debüt im neuen Trikot bestätigte zudem, dass er auch mit 41 Jahren ein essenzieller Baustein der Rotation bleibt. Schließlich sendeten die Thunder ein deutliches Signal an die Konkurrenz im Westen: Die Revanche für das Conference-Finale war kein Zufall, sondern das Resultat systematischer Arbeit in der ersten Halbzeit. Drei Siege in drei Spielen, drei völlig unterschiedliche Spielverläufe – und keiner der Favoriten blieb ohne Fragen zurück. Die Saison hat gerade erst begonnen, und die Opening Night lieferte genau jene Geschichten, die eine vollwertige reguläre Saison braucht.