Der Währungsmarkt der Ukraine zeigte Anfang August eine deutliche Dynamik. Die Nationalbank der Ukraine (NBU) legte den offiziellen Wechselkurs der Währungen für Dienstag, den 4. August, fest, der einen Wendepunkt nach drei Tagen fallender Dollar-Kurse darstellte. Der Regulator erhöhte den Kurs der amerikanischen Währung sofort um 15 Kopeken auf einen Stand von 44,78 UAH.
Der Euro überholt den Dollar im Wachstumstempo
Die europäische Währung zeigte ein noch schnelleres Wachstum. Während der Dollar 15 Kopeken zulegte, verteuerte sich der Euro um 37 Kopeken. Somit betrug der offizielle Euro-Kurs am 4. August 51,64 UAH. Dies zeigt, dass die europäische Währung nach einer kurzen Pause in den Schwankungen ihren Aufwärtstrend fortsetzte.
Der Faktor Energieträger und die „Feder' der Nachfrage
Experten verbinden die aktuelle Situation mit dem Beginn des Augusts und den Besonderheiten des Imports von Energieträgern. Aufgrund der hohen Abhängigkeit von externen Lieferungen wirken sich Änderungen der Weltmarktpreise direkt auf den Binnenmarkt aus. Energiehändler, die versuchen, die Preise zu fixieren, beginnen, Währung aktiv im Voraus zu kaufen, was eine zusätzliche Nachfrage erzeugt.
Der Direktor der Abteilung für Finanzmärkte der „Globus Bank', Taras Lesovoy, beschreibt diesen Mechanismus als eine „Feder': Zuerst baut sich Spannung in den Weltmarktpreisen und den Einkaufsplänen der Importeure auf, und dann wird sie schrittweise auf den Binnenmarkt übertragen. Zu diesem Faktor kommt die Vorbereitung der Unternehmen auf die Herbst-Winter-Saison hinzu, was ebenfalls erhebliche Währungsreserven erfordert.
Kontrolle der Situation und Prognosen
Trotz der gestiegenen Nachfrage nach Währung seitens der Importeure sind in dieser Woche keine plötzlichen Kurssprünge zu erwarten. Laut Taras Lesovoy kontrolliert die Nationalbank die Situation vollständig und glättet das vorübergehende Ungleichgewicht durch Interventionen.
Außerdem wird die Panik in der Bevölkerung durch die hohe Rendite von Hrywnja-Einlagen und Anleihen der innerstaatlichen Staatsfinanzierung (OVGZ) gebremst. Der Experte fasste zusammen, dass die Kraftstoffpreise zu einem wichtigen „Nerv' des Augustbeginns werden könnten, aber nicht unbedingt zum Zündstoff für einen plötzlichen Wechselkurswechsel. Der Devisenmarkt wird unter größerer Spannung stehen, diese wird jedoch im Rahmen der Kontrolle bleiben.