Die Nationalbank der Ukraine hat die offiziellen Wechselkurse für Freitag, den 18. September 2026, festgelegt. Laut Angaben des Regulierers ist der US-Dollar teurer geworden, während der Euro im Gegenteil an Wert verloren hat. Die Differenz zwischen den beiden Währungen spiegelt weiterhin die aktuelle Nachfrage- und Angebotsdynamik auf dem inländischen Devisenmarkt sowie die Entscheidungen zur Leitzinsrate wider, die der NBU auf den Sitzungen des Direktoriums trifft.
Wie viel kosten Dollar und Euro laut NBU-Kurs
Der offizielle Dollar-Kurs am 18. September beträgt 44,66 Hrywnja. Im Vergleich zum vorherigen Banktag ist die amerikanische Währung um 6 Kopeken gestiegen. Der offizielle Euro-Kurs für Freitag wurde auf 51,23 Hrywnja festgelegt: Am Vortag kostete die europäische Währung 51,44 Hrywnja, der Kurs fiel also um 21 Kopeken. Der Euro zeigte somit vor dem Hintergrund einer moderaten Dollar-Stärkung einen deutlicheren Rückgang.
Was sagt der Banker zum Finanzmonitoring
Neben den Kursindikatoren bleibt das Thema Finanzmonitoring im Fokus. Der Präsident der Assoziation ukrainischer Banken und Vorstandsvorsitzende des „Globus Bank“, Serhij Mamedow, erklärte in einem Podcast, dass die Prüfung einzelner Transaktionen im Rahmen des Finanzmonitorings nicht automatisch eine Kontosperre oder eine Vorverurteilung des Kunden bedeutet. Nach seinen Worten sind moderne Finanzmonitoring-Systeme weitgehend automatisiert: Algorithmen analysieren die Transaktionen und achten auf atypisches Finanzverhalten des jeweiligen Kunden. Eine zusätzliche Prüfung kann beispielsweise ein erheblicher Geldeingang mit anschließender Verteilung auf eine große Anzahl von Karten oder andere Transaktionen auslösen, die sich wesentlich von der üblichen Kontonutzung unterscheiden.
Wie sollte der Kunde auf Anfragen der Bank reagieren
„Es gibt automatische Algorithmen, die den gesamten Transaktionsbestand, der durch die Bank fließt, analysieren. Wenn es Unstimmigkeiten gibt, wird diese Transaktion zur vertieften Prüfung weitergeleitet“, erklärte Mamedow. In einer solchen Situation ist die Bank berechtigt, den Kunden um eine Erklärung des wirtschaftlichen Inhalts des Geschäfts oder um die Vorlage von Dokumenten zu bitten, die die Herkunft der Mittel belegen. Der Banker rät, solche Anfragen nicht zu ignorieren, sondern so schnell wie möglich über den Kundenservice, die Mobile-App oder andere offizielle Kanäle Kontakt mit der Bank aufzunehmen und die erforderlichen Informationen bereitzustellen.
Warum die Transparenz der Mittelherkunft an Bedeutung gewinnt
Nach Mamedows Worten werden im Zuge der Integration der Ukraine in den europäischen Finanzraum die Anforderungen an die Transparenz der Mittelherkunft immer wichtiger. Daher ist es für alle, die sparen, investieren oder erhebliche Finanztransaktionen durchführen, wichtig, die Herkunft ihres Einkommens belegen zu können. „Man muss immer darüber nachdenken, wie man erklären kann, woher die Mittel stammen, die man investieren möchte. Das können dokumentarische Nachweise des Einkommens aus dem Verkauf von Vermögenswerten, die Anlage von Einlagen, eine eingereichte Erklärung oder ein bezogener Lohn sein. Und in Zukunft werden die Anforderungen an die Mittelherkunft nur noch strenger“, fasste der Vorstandsvorsitzende des „Globus Bank“ zusammen.