Das ukrainische Verteidigungsunternehmen Phantom Defence hat im Rahmen der IT Arena Tech-Konferenz in Lwiw erstmals eine innovative Entwicklung vorgestellt: einen spezialisierten FPV-Drohnen-Abfangjäger namens „Mangal“. Dieses System soll einen wirksamen Schutz für Frontpositionen, kritische Infrastruktur und Militärfahrzeuge vor Massenangriffen feindlicher Drohnen bieten.

Konstruktionsmerkmale und Funktionsweise

Das neue System wurde als kinetisches Abfangmittel konzipiert und dient als Alternative zu herkömmlichen Systemen der elektronischen Kampfführung. Die Anlage verschießt ein spezielles Netz mit Gewichten. Unmittelbar beim Abschuss öffnet sich das Netz in der Luft, verwickelt sich physisch in den Rotoren und dem Rumpf der Kamikaze-Drohne und führt so zu deren unvermeidlichem Absturz. Die modulare Konstruktion ist auf sechs Schüsse ausgelegt, und zwei integrierte Kameras sorgen für die Lageübersicht.

Automatisierung und Integration

Die Entwickler haben besonderes Augenmerk auf die Software gelegt: Der Komplex verfügt über eine automatische Zielerkennung. Dies reduziert die kognitive Belastung des Bedieners erheblich, sodass Bedrohungen schneller erkannt und Abwehrmaßnahmen eingeleitet werden können. Dank einer universellen Halterung kann das System sowohl stationär an Kontrollpunkten und Infrastrukturobjekten als auch auf Fahrzeugen montiert werden.

Serienproduktion und breiterer Kontext

Offiziellen Angaben von Phantom Defence zufolge wird die Markteinführung der ersten Serienmodelle in den kommenden Monaten erwartet. Parallel dazu entwickelt die ukrainische Verteidigungsindustrie weitere Drohnenabwehrmaßnahmen. So erhielten die Streitkräfte der Ukraine im August Hochgeschwindigkeits-Düsenabfangjäger vom Typ Alexa Spatium, und Ende September bestätigte die Staatsführung erfolgreiche Feldversuche sowie die bevorstehende Skalierung ähnlicher Systeme.