Ab dem 1. Juni 2026 trat in den Streitkräften der Ukraine ein neues System der finanziellen Versorgung in Kraft. Das Verteidigungsministerium führte eine zusätzliche Vergütung in Höhe von 10.000 Hrywnja pro Monat ein. Diese Maßnahme soll Militärangehörige unterstützen, die ihren Dienstpflichten nachkommen, aber zuvor kein Recht auf höhere Zulagen für die Teilnahme an Kampfhandlungen hatten.
Die Entscheidung wurde durch den Befehl des Verteidigungsministeriums Nr. 232 vom 29. Juni 2026 festgelegt. Obwohl das Dokument am 30. Juni in Kraft trat, wird die Zahlung rückwirkend ab Beginn des Monats berechnet. Das bedeutet, dass berechtigte Militärangehörige das Geld für Juni zusammen mit ihren sonstigen fälligen Zahlungen erhalten werden.
Wer erhält die neue Zulage
Laut den Erläuterungen der Behörde sind die 10.000 Hrywnja eine grundlegende Zulage für das Hinterland. Sie richtet sich an Personen, die keine erhöhten Zahlungen in Höhe von 30.000, 50.000 oder 100.000 Hrywnja erhalten. Wenn ein Militärangehöriger bereits eine dieser Summen erhält, steht ihm die zusätzliche Zahlung von 10.000 Hrywnja nicht zu. Im Falle des Anspruchs auf mehrere Arten von Vergütungen wird nur eine gezahlt – die mit dem höchsten Betrag.
Es ist wichtig zu beachten, dass das Vorhandensein oder Fehlen eines neuen Motivationsvertrags das Recht auf diese Zahlung nicht beeinflusst. Die Zulage gilt für alle Militärangehörigen unabhängig von der Art des Dienstes, sofern sie die festgelegten Bedingungen erfüllen.
Wichtige Ausnahmen
Das Verteidigungsministerium hat die Kategorien klar definiert, die diese Zulage nicht erhalten werden. Insbesondere steht die Zahlung Kadetten von Ausbildungseinheiten, Kadetten mit Vertrag sowie Personen, die aus dem zivilen Leben in eine militärische Bildungseinrichtung eingetreten sind, nicht zu. Für sie bleibt die Ordnung der finanziellen Versorgung unverändert.
Auch im Befehl sind Situationen festgelegt, in denen die Zulage für das Hinterland nicht gezahlt wird. Die Berechnung erfolgt proportional zur tatsächlichen Dauer der Erfüllung der Dienstpflichten. Vom Gesamtzeitraum werden Urlaubstage, Ausbildungsreisen und andere Zeiträume abgezogen, in denen kein Anspruch auf Vergütung entsteht.
Technische Details der Zahlungen
Für die Gewährung der Zahlung werden Dienstunterlagen verwendet, die die tatsächliche Erfüllung der Pflichten bestätigen. Das Verteidigungsministerium betonte, dass die neue Zulage nicht in die Berechnung des Mutterschaftsgeldes einbezogen wird, da es sich um eine vorübergehende zusätzliche Vergütung handelt, die nur während des Kriegszustands gilt.
Zur Erinnerung: Parallel zur Einführung neuer Zahlungen hat die Behörde ein System neuer Basisverträge für Hinterland- und Nichtkampfpositionen gestartet. Diese werden für zwei Jahre abgeschlossen, sehen eine garantierte Aussetzung nach dem Dienst vor und bieten eine finanzielle Versorgung ab 30.000 Hrywnja. Anträge auf solche Verträge können nun über die App „Reserve+' eingereicht werden.