Die Lage an der Front und im Hinterland bleibt angespannt. Am Mittwoch, dem 19. Juli, setzte die russische Armee ihre aktiven Offensive und Raketenangriffe auf ukrainisches Territorium fort. Besonders tragische Folgen wurden in der Oblast Charkiw und der Hauptstadt registriert.

Tragödie in der Umgebung von Charkiw

Gegen Mittag des 19. Juli griffen russische Truppen einen Vorort von Charkiw an. Dies meldete der Leiter der Militärverwaltung der Oblast Charkiw, Oleh Syniehubov, in seinem Telegram-Kanal. Nach vorläufigen Angaben kamen bei dem Beschuss drei Menschen ums Leben. Weitere 13 Einwohner erlitten Verletzungen unterschiedlicher Schwere. Rettungskräfte und medizinisches Personal arbeiten weiterhin am Tatort, um den vollen Schaden zu bewerten und den Verletzten Hilfe zu leisten.

Massiver Angriff auf Kiew

In der Nacht zum 19. Juli sah sich Ukraine mit einem der massivsten Angriffe der letzten Zeit konfrontiert. Russland feuerte 41 Raketen und 125 bewaffnete Drohnen auf das Land ab. Das Hauptziel des Angriffs war Kiew. Die Flugabwehrsysteme funktionierten effektiv und schlugen die meisten feindlichen Ziele ab, darunter fast die gesamte ballistische Technik, doch Treffer konnten nicht vollständig verhindert werden.

In mehreren Stadtteilen der ukrainischen Hauptstadt wurden Schäden an Wohnhäusern und Brände registriert. Bei dem nächtlichen Beschuss starb eine Person, weitere 15 wurden verletzt. Der ukrainischen Firma UKRTAC wurde erheblicher wirtschaftlicher Schaden zugefügt: Fabrik und Lager der Firma wurden durch einen Raketenangriff vollständig zerstört.

Angriffe auf andere Regionen

Die Aggression erfasste auch andere Richtungen. In der Oblast Saporischschja ereignete sich heute ein Zwischenfall mit einem Personenzug. Russische Truppen griffen den Zug mit einer Drohne an. Bei dem Angriff wurde eine Zugbegleiterin verletzt, den Passagieren wurden Sicherheitshinweise erteilt.