In der Nacht zum 16. Juli wurde die besetzte Krim erneut zum Ziel von Drohnenangriffen. Laut der Überwachungsgruppe „Krimischer Wind“, bestätigt durch Satellitenbilder, wurden Brände in der Nähe von zwei Tankstellen in Dschanjuk registriert – am Stadtausgang. Zudem brach südlich der Tschongarsker Brücke ein Feuer an der Straße aus.

Was in Dschanjuk geschah

Einwohner berichteten gegen Mitternacht vom Überflug von Drohnen, Schüssen und Explosionen. Die von „Krimischer Wind“ veröffentlichten Satellitenbilder zeigen Brandherde genau im Bereich der Tankstellen. Dies deutet darauf hin, dass die Angriffe präzise waren und auf Infrastruktureinrichtungen abzielten.

Feuer bei der Tschongarsker Brücke

Ein weiterer Brandherd wurde an der Straße südlich der Tschongarsker Brücke festgestellt – einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt, der die Halbinsel mit dem Festland verbindet. Vorläufigen Berichten zufolge handelt es sich entweder um einen Treffer auf dort geparkte Fahrzeuge oder um einen Flächenbrand durch herabfallende Trümmerteile. Der genaue Grund ist noch nicht geklärt, doch der Brand wurde visuell bestätigt.

Kontext: Serie von Angriffen in den letzten Tagen

Dies ist bereits nicht der erste Angriff auf die Infrastruktur der Krim in den letzten Tagen. In der Nacht zum 14. Juli trafen Drohnen der ukrainischen Verteidigungskräfte das Kraftwerk Balaklawa in Sewastopol. Am 15. Juli blieben Keratsch und mehrere Bezirke nach einem neuen Angriff ohne Strom. In der Nacht zum 12. Juli wurden in Sewastopol nach Explosionen Stromlieferungen eingeschränkt, und am 10. Juli wurde das Umspannwerk „Moynaki“ in Jevpatorija angegriffen.

Alle diese Ereignisse belegen einen systematischen Druck auf die Energie- und Logistikinfrastruktur der Halbinsel. Die Angriffe erfolgen regelmäßig, oft nachts, und richten sich gegen Objekte, die für das Funktionieren der Besatzungsverwaltung von kritischer Bedeutung sind.