In der Ukraine sind aktualisierte Regeln für die Nutzung des Satelliteninternets Starlink in Kraft getreten. Für den rechtmäßigen Betrieb der Ausrüstung muss nun ein Verifizierungsverfahren durchlaufen werden, das für Unternehmen und Privatnutzer unterschiedliche Besonderheiten aufweist. Diese Änderungen zielen darauf ab, den Markt zu ordnen und eine stabile Verbindung zu gewährleisten.
Was sich an den Registrierungsanforderungen geändert hat
Den aktualisierten Regeln zufolge müssen bei der Einreichung eines Antrags auf Terminalregistrierung die KIT-Nummer oder die UTID angegeben werden. Dies sind die entscheidenden Identifikatoren der Ausrüstung, die es dem System ermöglichen, das Gerät eindeutig zu identifizieren. Ohne Angabe dieser Daten ist eine Verifizierung nicht möglich.
Anleitung für juristische Personen
Für Unternehmen ist der Prozess digitaler und transparenter geworden. Der Registrierungsdienst ist nun auf dem Portal für staatliche Dienste „Diia“ verfügbar. Allerdings können ihn nicht alle nutzen: Das Recht, einen Antrag zu stellen, haben nur Unternehmen und selbstständige Zweigstellen, die seit mehr als einem Jahr im Einheitlichen Staatsregister registriert sind.
Neben der obligatorischen KIT-Nummer und UTID wird Unternehmen empfohlen, zusätzliche Daten anzugeben, sofern vorhanden: Dish ID und Starlink-Kontonummer. Dies beschleunigt die Bearbeitung des Antrags.
Eine wichtige Neuerung ist die Möglichkeit des Fernmanagements der Geräteausstattung. Juristische Personen können nun über das Portal „Diia“ eigenständig Starlink-Terminals aus dem Register löschen sowie eine Ausfertigung mit der Liste aller registrierten Geräte anfordern.
Wie Privatpersonen und Einzelunternehmer die Verifizierung durchführen
Privatpersonen und Einzelunternehmer (FOP) müssen anders vorgehen. Für sie ist die Verifizierung über die ZNAPs (Zentren für die Erbringung administrativer Dienstleistungen) sowie in Filialen von „Ukrposhta“ und „Nova Poshta“ möglich.
Das Verfahren erfordert die persönliche Anwesenheit: Das Terminal selbst muss vorgelegt und seine Identifikationsdaten bereitgestellt werden. Nach Überprüfung der Informationen wird das Gerät in die „weiße Liste“ aufgenommen, was seinen uneingeschränkten Betrieb garantiert.
Entwicklung der Kommunikationstechnologien im Land
Die Aktualisierung der Registrierungsregeln für Terminals erfolgt vor dem Hintergrund der aktiven Einführung neuer Satellitentechnologien. Zuvor hatte der Betreiber „Kyivstar“ den Beginn einer neuen Testphase der Technologie Starlink Direct to Cell in der Ukraine angekündigt.
Im Light-Data-Modus können Nutzer bereits Nachrichten in den Messengern Viber und WhatsApp austauschen sowie Google Maps nutzen, selbst wenn keine terrestrische Mobilfunkabdeckung vorhanden ist. Dies eröffnet neue Horizonte für die Konnektivität in abgelegenen Regionen.