Die Lage an der Pokrowsker Front bleibt eine der angespanntesten im gesamten Kriegsschauplatz. Laut Angaben der 4. Brigade der Nationalgarde der Ukraine „Rubisch“ bereiten sich die russischen Besatzer aktiv auf neue Offensive vor und ändern dabei ihre Kampftaktik. Anstelle der üblichen gepanzerten Kolonnen setzt der Gegner auf Mobilität und plant den massiven Einsatz leichter Fahrzeuge – von Quadros bis zu Motorrädern.
Vorbereitung des Durchbruchs: Entminung und Aufklärung
Militärangehörige der Brigade „Rubisch“ berichten, dass der Gegner in ihrem Verantwortungsbereich intensive Luftaufklärung betreibt. Die russischen Streitkräfte untersuchen das Gelände sorgfältig, um Schwachstellen in der Verteidigung zu identifizieren und Wege für Sturmgruppen zu bereiten. Ein entscheidender Schritt der Vorbereitung war die Entminung der Vorstoßrouten. Dies deutet darauf hin, dass die Besatzer die hohe Geschwindigkeit leichter Fahrzeuge nutzen wollen, um einen Durchbruch durch die ukrainischen Stellungen zu erzwingen.
Hauptziel des Gegners bleibt der Vorstoß in Richtung Dobropillja. Trotz der Konzentration von Kräften und der Vorbereitung konnten die russischen Truppen ihre Absichten bisher nicht umsetzen. Die Kräfte der Brigade „Rubisch“ zeigen hohe Effizienz, indem sie den Feind rechtzeitig entdecken und noch vor Erreichen der Verteidigungslinien vernichten.
Abwehr eines großangelegten Sturms
In dieser Woche erreichten die Kampfhandlungen an diesem Abschnitt der Front ihren Höhepunkt. Soldaten der Brigade „Rubisch“ waren an der Abwehr eines großangelegten mechanisierten Sturms beteiligt. Gemeinsam mit den Kräften des 1. Korps der Nationalgarde „Asow“ und benachbarten Einheiten gelang es den ukrainischen Verteidigern, den Angriff des Gegners erfolgreich zu vereiteln.
Während der heftigen Kämpfe fügten die ukrainischen Streitkräfte der Technik der Besatzer erheblichen Schaden zu. Laut Angaben der Brigade wurde im Rahmen der Abwehr des Angriffs ein gepanzertes Kampffahrzeug und ein Brückenlegefahrzeug MTU-72 zerstört. Außerdem beteiligten sich die Kämpfer an der Zerstörung weiterer feindlicher Fahrzeuge, wodurch dem Gegner verhindert wurde, sich auf eroberten Abschnitten zu festigen.
„Totaler Luftterror“ und Bombardierungen
Das Pokrowsker Frontabschnitt bleibt eine Zone ständiger Bedrohung. Seit Mai haben die russischen Streitkräfte mit massiven Bombardierungen Dobropilljas begonnen, wobei sie Luftwaffe und Drohnen einsetzen, um Siedlungen und Stellungen der Verteidiger zu treffen. Besondere Gefahr besteht in der Gegend nahe Beloserka, die zur Arena des sogenannten „totalen Luftterrors“ geworden ist. Hier jagen russische Drohnen die Versorgungswege und versuchen, die Logistik der ukrainischen Einheiten zu stören.
Trotz ständiger Angriffe und Durchbruchsversuche hält die ukrainische Verteidigung die Front und verhindert, dass die Besatzer ihre strategischen Ziele in der Region erreichen.