Novak Djokovic hat sich zum Champion des renommierten ATP-500-Turniers in Peking gekrönt und seinen siebten Titel in der chinesischen Hauptstadt errungen. Das Endspiel gegen den Australier Alex de Minaur endete vorzeitig aufgrund einer Verletzung des Gegners, wobei der Weg des serbischen Tennisstars zu diesem Erfolg wahrlich einzigartig und voller unerwarteter Wendungen war.

Spannendes Finale und Verletzung von De Minaur

Der erste Satz des Endspiels verlief hart umkämpft und ausgeglichen. Keiner der Spieler schaffte ein Break, sodass beim Stand von 6:6 der Tiebreak entscheiden musste. In dieser Phase zahlten sich die Routine und die Kaltblütigkeit des serbischen Champions aus: Djokovic sicherte sich den Tiebreak souverän mit 7:3. Nach Satzende nahmen beide Akteure eine medizinische Auszeit in Anspruch. De Minaur verließ den Platz und kehrte mit einem dicken Tapeverband am linken Oberschenkel zurück. Zu Beginn des zweiten Satzes holte sich Novak das erste Spiel, woraufhin der Australier beschloss, das Match wegen seiner Verletzung aufzugeben.

Ungewöhnlicher Weg ins Endspiel

Bemerkenswert ist, dass Djokovics gesamter Turnierverlauf in Peking von vorzeitigen Spielabbrüchen seiner Gegner geprägt war. Im Halbfinale gegen den Russen Daniil Medvedev führte der Serbe komfortabel (7:5, 5:3) und servierte zum Match. Während eines Ballwechsels schlug Medvedev den Ball in einem emotionalen Moment Richtung Zuschauertribüne und traf einen Zuschauer, woraufhin er vom Oberschiedsrichter und Turnierkomitee disqualifiziert wurde. Auch das andere Halbfinale fand kein reguläres Ende: Alex de Minaur führte gegen Hubert Hurkacz (6:4, 3:2), bis der Pole verletzungsbedingt aufgeben musste.

Historische Rekorde und Meilensteine

Der Triumph in Peking bescherte Novak Djokovic den Meilenstein seines 102. Profititels sowie seine erste Trophäe im laufenden Jahr 2026. Seinen letzten Turniersieg feierte der serbische Star Ende 2025 beim ATP-250-Event in Athen. Darüber hinaus stellte dieser Sieg einen historischen Rekord im Welttennis auf: Djokovic ist nun der erste Spieler in der Open Era, der in 21 aufeinanderfolgenden Saisons mindestens einen Einzel-Titel gewinnen konnte.