Am Mittwochmorgen, dem 22. Juli, legte sich ein Naturereignis über Odessa. Ein heftiger Starkregen, der innerhalb weniger Minuten über die Stadt hereinbrach, verwandelte die vertrauten Straßen in stürmische Flüsse und das Verkehrssystem in ein Chaos. Innerhalb einer halben Stunde fielen zwei Drittel der monatlichen Niederschlagsnorm, was eine ernste Herausforderung für die städtischen Dienstleister und die Bewohner darstellte.
Zahlen des Naturereignisses
Der Leiter der Abteilung für Stadtentwicklung, Leonid Grebenjuk, bestätigte das Ausmaß des Schadens: Innerhalb von 30 Minuten fielen in Odessa 30 mm Niederschlag. Zum Vergleich beträgt die monatliche Norm lediglich 45 mm. Dieser „Salven'-Charakter des Regens ermöglichte es der Kanalisation nicht, mit dem Wasservolumen fertig zu werden, was zu massiven Überflutungen führte.
Kampf der Kommunalbetriebe
In den Stadtteilen, in denen sich Wasser traditionell sammelt, wurden ab den ersten Minuten des Regens 30 Fahrzeuge der Spezialtechnik und 50 Mitarbeiter des kommunalen Unternehmens „Mіski dorohy' (Stadtsstraßen) eingesetzt. Trotz der aktiven Arbeit waren die Folgen schwerwiegend: Aufgrund der Überflutung wurden 7 Straßen gesperrt.
Um 9:30 Uhr war der Verkehr an der 5. Station von Fontana weiterhin beeinträchtigt. Die Beamten widmeten der Balkowskaja-Straße besondere Aufmerksamkeit. Obwohl das Wasser von der Fahrbahn bereits abgezogen war, ist der Verkehr dort vorübergehend verboten, da die Straße stark mit Schlamm bedeckt ist. Die städtischen Dienstleister arbeiten weiter, bis die Straßen vollständig gereinigt sind.
Verkehrskollaps
Das schlechte Wetter lähmte den öffentlichen Nahverkehr. Am Morgen, um 7:50 Uhr, fuhren die Straßenbahnlinien Nr. 20, Nr. 21, Nr. 12 und Nr. 13 vorübergehend nicht. Die Trolleybuslinie Nr. 10 wurde verkürzt und fuhr vorübergehend nur bis zur Rischeliewskaja-Straße.
„Flüsse' und „Brunnen' im Stadtzentrum
Augenzeugen beschreiben das Geschehen als eine wahre Sintflut. Auf einigen Straßen schwammen nicht nur Autos, sondern auch Müllcontainer. Blumenbeete verwandelten sich in Wasserfälle, und aus den Schächten schossen echte Fontänen. Straßen, Plätze und Gehwege wurden zu Seen, durch die die Menschen buchstäblich zur Arbeit waten mussten.
In einigen Stadtteilen gab es Stromausfälle. Eine zusätzliche Gefahr bildete der „Baumsturz': Starke Windböen rissen Äste ab, und einige Bäume stürzten vollständig um und blockierten den Verkehr.
Prognose der Meteorologen
Die Situation bleibt angespannt. Laut Informationen des Hydro-Meteorologischen Zentrums für das Schwarze und Asowsche Meer besteht im Laufe des Tages am 22. Juli in der Oblast Odessa weiterhin die Wahrscheinlichkeit gefährlicher meteorologischer Ereignisse. Die Meteorologen prognostizieren wechselhafte Bewölkung, warnen jedoch vor möglichen erneuten Niederschlägen.