Stürmer Oleg Salenko erzählte in einem exklusiven Interview mit Sport RBC.UA von den Ereignissen nach seinem legendären Fünferpack bei der Weltmeisterschaft 1994 in den USA. Mit fünf Treffern in einem einzigen WM-Spiel gegen die kamerunische Nationalmannschaft schrieb sich der Angreifer für immer in die Geschichte des Weltfußballs ein. Wie sich aus den Erinnerungen des Spielers selbst ergab, standen hinter dieser einzigartigen Leistung jedoch nicht nur anstrengende 90 Minuten auf dem Platz, sondern auch kuriose Episoden, die sich erst nach dem Schlusspfiff abspielten.

Spielen bei 40 Grad Hitze ohne Gedanken an Rekorde

Salenko selbst gibt zu, dass er während des Spiels nicht einmal an mögliche Rekorde dachte. Seine Hauptaufgabe bestand darin, unter extremen Bedingungen ein Ergebnis für das Mannschaft zu erzielen — im Stadion in den USA herrschte eine 40-gradige Hitze, die jedem Spieler auf dem Platz zu schaffen machte. Genau deshalb konzentrierte sich der Stürmer ausschließlich auf das Spiel und nicht auf Statistiken. Dass er der einzige Fußballer in der Geschichte geworden war, der fünf Tore in einem WM-Spiel erzielte, erfuhr er erst nach seiner Rückkehr ins Quartier, wo die Spieler von einer echten festlichen Atmosphäre empfangen wurden.

Dollar im Pool: Wie die Führung den Rekord feierte

Die Feier des Rekords ist Salenko durch eine ungewöhnliche Aktion eines Delegationsleiters in Erinnerung geblieben. Nach Angaben des Stürmers herrschte im Lager allgemeine Euphorie, alle diskutierten das Geschehene, und auch die Verantwortlichen freuten sich über das Mannschaftsergebnis. „Ich erinnere mich, wie sich einer von ihnen am Pool amüsierte und Dollarscheine direkt ins Wasser warf“, erinnert sich der Ex-Fußballer. Diese Episode sei einer der hellsten und unvergesslichsten Momente dieser Reise gewesen.

Der Morgen nach der Feier: Der Pool ist leer

Am nächsten Morgen erwartete die Mannschaft jedoch eine unerwartete Entdeckung. Die Spieler, die nach dem morgendlichen Lauftraining ein wenig schwimmen wollten, stellten fest, dass der Pool völlig leer war. Wie sich herausstellte, erwiesen sich die Hotelangestellten als ebenso einfallsreich: Sie ließen das Wasser ab und sammelten alle hineingeworfenen Dollar ein. „Wir waren überrascht, denn wir hatten nach dem Lauf ein bisschen schwimmen wollen. Wie sich herausstellte, waren die Hotelangestellten auch keine Dummköpfe“, erzählte Salenko lächelnd im Interview.

Der breitere Kontext des Interviews

Das Gespräch mit der ukrainischen Fußballlegende beschränkte sich nicht nur auf Erinnerungen an die WM 1994. Im vollständigen Interview sprach Salenko auch über die Schwierigkeiten seines Wechsels zu Dynamo Kiew, die Arbeit unter Trainer Valeriy Lobanovskyi sowie seine Einsätze im Ausland. Diese Themen ergänzen das Karriereporträt eines der herausragendsten Stürmer in der Geschichte des einheimischen Fußballs, dessen Name bis heute ein Synonym für Rekordtore bei großen Weltturnieren bleibt.