Die ukrainische Sängerin Nata Hyschenko, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen ONUKA, ist nun endlich im Besitz einer physischen Kopie der Statuette der prestigeträchtigen Fernsehpreisverleihung Emmy. Die Auszeichnung, mit der 2024 die ukrainische Episode des Dokumentarprojekts Culture Quest des britischen Journalisten Ian Grant ausgezeichnet wurde, erreichte die Ukraine in Begleitung der Musiker der Band „DahaBracha“. Dies erzählte die Künstlerin in einem neuen Video auf ihrem Instagram-Konto, in dem sie die Statuette zeigte und darüber sprach, wo sie sie aufbewahren möchte.

Warum die Auszeichnung in Tschernihiw ist

Anstatt die Emmy nach Hause zu nehmen oder in einem Konzertsaal auszustellen, entschied sich ONUKA dafür, die Statuette nach Tschernihiw zu schicken – in die Werkstatt ihres Großvaters an der Adresse: Fabrytschna-Straße 12. Für die Sängerin hat dieser Ort eine tiefe persönliche Bedeutung:正是在 hier wurden im September 2022, in den ersten Monaten des großangelegten Krieges, erhebliche Teile der ukrainischen Episode von Culture Quest gedreht. So kehrte die Auszeichnung an den Ort zurück, an dem die Geschichte entstand, die internationale Anerkennung fand.

Die Rolle von ONUKA im Projekt Culture Quest

Die ukrainische Episode des Dokumentarserials Culture Quest war dem kulturellen Leben in Tschernihiw und den Menschen gewidmet, die trotz des Krieges weiterarbeiteten, schufen und durch Kunst widerstanden. ONUKA fungierte als Produzentin der ukrainischen Episode: Sie half dem Drehteam, lokale Freiwillige und Organisationen kennenzulernen, und zeigte die Stadt persönlich. In den Aufnahmen ist die Atmosphäre einer Stadt festgehalten, in der das kulturelle Leben selbst unter Kampfbedingungen nicht zum Stillstand kam.

Preiskategorie und Auszeichnungsjahr

Die ukrainische Episode von Culture Quest wurde 2024 in der Kategorie Outstanding Daytime Special mit dem Emmy-Preis ausgezeichnet. Dies ist eine der bekanntesten Fernsehauszeichnungen der Welt, und die Verleihung an ein ukrainisches Dokumentarprojekt wurde zu einer symbolischen Anerkennung dafür, dass Kultur und Kreativität auch im Krieg ein Instrument des Widerstands bleiben. Die von den Musikern von „DahaBracha“ in die Ukraine gebrachte Statuette wurde zu einer physischen Bestätigung dieser Anerkennung.

Die Atmosphäre des Septembers 2022 in den Aufnahmen

Im Gespräch darüber, wie sie die Drehbilder erneut ansieht, gestand ONUKA, dass dies für sie ein besonders interessantes Erlebnis sei. Ihren Worten zufolge lebten die Ukrainer im September 2022 in Erwartung einer Gegenoffensive, und um sie herum spürte man einen starken emotionalen Aufschwung. Das Dokumentarprojekt hat diese Atmosphäre bewahrt – sowohl die Ausprägungen des ukrainischen kulturellen Widerstands als auch die Hoffnung, die damals in der Gesellschaft dominierte. Für die Sängerin wurde die Entscheidung, die Emmy gerade in die Werkstatt ihres Großvaters zu bringen, zu einer Art Symbol: Noch vor wenigen Jahren hätte sie sich kaum vorstellen können, dass ein gewöhnlicher Ort in Tschernihiw zum Drehort eines Projekts wird, das später eine der bekanntesten Fernsehauszeichnungen der Welt erhalten würde.