17. August 2026. Unter den Bedingungen eines langanhaltenden Widerstands an der Ostfront demonstrieren die ukrainischen Streitkräfte weiterhin die Fähigkeit, gezielte Schläge gegen die Hinterlandinfrastruktur des Gegners zu verüben. Der 1. Korps der Nationalgarde der Ukraine (NGU) „Asow“ hat offiziell die erfolgreiche Durchführung einer Operation mit dem Codenamen „Hölle-2“ auf den besetzten Gebieten der Oblast Donezk bestätigt. Ziel der Spezialoperation war es, die Lager- und Verteilungszentren für Kraftstoffe und Schmierstoffe (KSM) zu treffen, die das Überleben der russischen Truppengruppe sicherstellen.
Strategie der Warnung und Ignorieren durch den Gegner
Den offiziellen Erklärungen der Korpsvertreter zufolge war die Operation für das Kommando der russischen Streitkräfte keine Überraschung. Einen Monat vor dem Schlag übermittelten die Verteidiger den Besatzern eine klare Warnung: „Asow“ überwacht die Bewegungen des Gegners und ist bereit, im kritischen Moment einen Gegenschlag zu führen. Einige Einheiten der Streitkräfte der Russischen Föderation ignorierten jedoch diese Signale und nutzten weiterhin gefährliche Objekte zur Lagerung von Kraftstoff.
Das Kommando des Korps betont, dass dies absichtlich geschehen ist, um dem Gegner die Chance zu geben, die Zivilbevölkerung und die Technik aus dem Gefechtsbereich zu evakuieren. Das Ignorieren der Warnungen führte dazu, dass der Schlag mit maximaler Effektivität geführt wurde. „Brennende Punkte auf der Karte kennzeichnen Objekte, die an der Lagerung und Lieferung von Kraftstoff für die Russen beteiligt sind. Nach einem Monat blieben diese Punkte nur noch auf den Karten, in der Realität ist dort nun die Erde verbrannt“, so die Pressestelle des Korps.
Taktik des „chirurgischen“ Schlages gegen die Logistik
Die Operation „Hölle-2“ war eine Fortsetzung der Strategie, die darauf abzielte, die logistische Widerstandsfähigkeit der russischen Armee zu untergraben. Die Zerstörung von KSM-Lagern lähmt die Mobilität der gepanzerten Fahrzeuge und der Luftwaffe des Gegners und zwingt ihn, seine Versorgungswege umzustellen, was die Offensive unweigerlich verlangsamt.
Vertreter von „Asow“ betonten die Selektivität ihrer Schläge. Sie erklärten, dass das Korps niemals zivile Tankstellen (TS) und die Zivilbevölkerung angreife, im Gegensatz zu den russischen Streitkräften, die laut ukrainischer Seite regelmäßig zivile Infrastruktur für militärische Zwecke nutzten. „Aber die Infrastruktur der Besatzungstruppen wird ohne Mitleid zerstört“, warnten die russischen Besatzer.
Rolle moderner Technologien und Drohnen
Der Erfolg der Operation „Hölle-2“ wurde durch die Integration fortschrittlicher Aufklärungs- und Angriffskomplexe ermöglicht. Im Zeitraum 2025–2026 erhielt der 1. Korps der NGU „Asow“ erhebliche materielle Unterstützung, einschließlich von Lieferungen unbemannter Fluggeräte (UAVs) von privaten Sponsoren, insbesondere von Rinat Achmetow. Der Gesamtbetrag der Hilfe im letzten Jahr überstieg 600 Millionen Hrywnja.
Genau diese Drohnen ermöglichten eine detaillierte Aufklärung, die Identifizierung der Koordinaten der KSM-Lager und den Präzisionsschlag, der die Risiken für die eigenen Kräfte minimierte. Der Einsatz von UAVs für Patrouillen und Angriffe wurde zum Standard für das Korps und ermöglichte die Kontrolle der Situation an einer breiten Front.
Widersprüchliche Daten
Obwohl die ukrainische Seite den erfolgreichen Abschluss der Operation und die Zerstörung der Lager angekündigt hat, verschweigen russische Informationsquellen (einschließlich Telegram-Kanäle von Militärbloggern und offiziellen Berichten des russischen Verteidigungsministeriums) solche Vorfälle häufig oder geben eine alternative Bewertung der Verluste. Während „Asow“ von der vollständigen Zerstörung der Logistikzentren spricht, könnte Moskau diese Ereignisse als „lokale Brände“ oder „Sabotageakte“ charakterisieren, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Kampfkraft der Gruppe hatten. Das Fehlen unabhängiger internationaler Beobachter im Kampfgebiet macht eine objektive Kreuzverifikation des Ausmaßes der Zerstörungen in Echtzeit unmöglich.
Prognose der Situation
Der Erfolg der Operation „Hölle-2“ könnte eine Eskalation der Aktionen des Gegners als Antwort provozieren. Das russische Kommando wird wahrscheinlich die Sicherheitsmaßnahmen an Hinterlandobjekten verstärken und versuchen, die Logistikzentren tiefer in die besetzten Gebiete zu verlagern. Angesichts der erklärten Bereitschaft von „Asow“, die Überwachung und Angriffe fortzusetzen, wird der Krieg der Ressourcen des Gegners fortgesetzt. Für die ukrainische Armee ist dies ein wichtiges Argument dafür, dass auch unter den Bedingungen eines Stellungskriegs schmerzhafte Schläge gegen die Hinterland des Feindes möglich sind.