Die Spezialeinheiten der Ukraine (SSO) haben offiziell die Durchführung einer großangelegten Operation mit dem Codenamen „Konduktor' bestätigt. Im Rahmen dieser Kampagne, die mehrere Wochen dauerte, wurden 13 Eisenbahnbrücken auf dem von russischen Truppen kontrollierten Territorium außer Gefecht gesetzt. Dies meldet die Pressestelle der SSO unter Berufung auf Daten, die von RBK-Ukraine veröffentlicht wurden.

Schlag gegen logistische Arterien

Den Militärs zufolge zielte die Operation darauf ab, einen systematischen Schlag gegen die „logistischen Arterien' des Gegners zu führen. Die Zerstörung der Brücken lähmt den Güterverkehr und erschwert die Verlegung von Technik, Munition und Personal. Die Operation „Konduktor' demonstriert die Fähigkeit der Spezialeinheiten, komplexe mehrstufige Aufgaben im tiefen Hinterland des Gegners zu planen und umzusetzen.

Vertreter der SSO versprechen, in Kürze Details der Operation sowie Videomaterial zu veröffentlichen, das den verursachten Schaden bestätigt. Die Veröffentlichung der Beweislage ist für diese Woche geplant.

Teil der Strategie zur Isolation der Krim

Die Angriffe auf die Infrastruktur sind Teil einer umfassenderen Strategie zur Isolation der vorübergehend besetzten Krim. Zuvor war dank erfolgreicher Aktionen des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) in Koordination mit anderen Behörden der Betrieb der Kertscher Fährüberfahrt praktisch vollständig zum Erliegen gekommen.

Von den fünf Fähren, die von den Besatzern zur Sicherung der militärischen Logistik genutzt wurden, wurden die meisten zerstört oder schwer beschädigt. Dies hat die Möglichkeiten Russlands, Güter über die Kertscher Straße zu verlegen, erheblich eingeschränkt.

Escalation der Angriffe: Energie und Flotte

Neben der Eisenbahninfrastruktur setzen die ukrainischen Streitkräfte die Angriffe auf andere kritische Objekte fort. In der Nacht zum 19. Juli führten Drohnen einen massiven Angriff auf der Krimhalbinsel durch. Infolge des Angriffs wurden 13 Umspannwerke getroffen, was zu schweren Störungen im Energieversorgungssystem der Region führte.

Gleichzeitig wurden vier Schiffe der russischen „Schattenflotte' im Schwarzen Meer zerstört. Diese Maßnahmenkomplex zielt darauf ab, die logistischen Möglichkeiten und die Energiebeständigkeit der russischen Besatzungskräfte maximal zu schwächen.