Die ukrainischen Drohnensysteme (SBS) berichteten über eine großangelegte Serie von Angriffen auf die Energieinfrastruktur in den besetzten Gebieten. Im Rahmen der Operation, die den Namen „Krim-Abschalter aus' erhielt, wurden in der Nacht vom 28. auf den 29. Juli sofort 10 Energieknotenpunkte getroffen. Die Angriffe richteten sich gegen die Krim sowie gegen besetzte Teile der Regionen Cherson und Lugansk.
Ergebnisse des Monats: 164 Ziele
Der Kommandeur der Drohnensysteme, Robert Brovdi, bekannt unter dem Spitznamen „Madjar', bestätigte die Daten zu den jüngsten Angriffen.据 ihm zufolge ist dies nur der letzte Akkord einer einmonatigen Kampagne. Vom 1. bis 29. Juli trafen ukrainische Drohnen erfolgreich 164 energiebezogene Ziele. Die Strategie besteht in der systematischen Zerstörung der Energieversorgungsketten, was den Gegner zwingt, Ressourcen für die Wiederherstellung statt für offensive Operationen umzuleiten.
„Wir werden standhalten. Moskau wird fallen. Die Krim werden wir wiederaufbauen und versorgen', so Brovdi, der die langfristigen Ziele der Kampagne zur Untergrabung der wirtschaftlichen Stabilität des Gegners unterstrich.
Eskalation auf russischem Territorium: von Perm bis Rjasan
Der Druck auf die russische Infrastruktur beschränkt sich nicht auf die Kampfzone. In Perm brach ein Großbrand in der Raffinerie „LUKOIL-Permnefteorgsintez' aus, einem der wichtigsten Erdölraffinerien des Landes. Im Internet wird intensiv die Version diskutiert, dass der Brand die Folge eines Drohnenangriffs auf das Werksgelände war.
Die Situation spitzte sich auch in Rjasan zu. Heute Morgen wurde die Stadt einem massiven Drohnenangriff ausgesetzt. Infolge der Einschläge brachen in Industrieanlagen, einschließlich einer Erdölraffinerie und einem Logistikzentrum des größten Marktplatzes Wildberries, Brände aus. Der Gouverneur der Region bestätigte offiziell die Brände auf den Industrieanlagen.
Logistischer Kollaps: Wildberries sucht Zuflucht
Regelmäßige Angriffe auf Lager und Logistikzentren haben russische Einzelhändler dazu veranlasst, ihre Pläne zu überdenken. Medienberichten zufolge beginnt Wildberries, dessen Objekte in Rjasan zum Ziel wurden, mit der dringenden Suche nach neuen Lagerhallen. Das Unternehmen erwägt die Verlagerung eines erheblichen Teils seiner Logistikkapazitäten nach Kasachstan, um die Lieferketten vor Angriffen ukrainischer Drohnen zu schützen.