Im Pentagon und im US-Zentralbefehl (CENTCOM) entbrennt eine strategische Debatte über die Zukunft der amerikanischen Militärpräsenz im Persischen Golf. Nach heftigen Kämpfen mit dem Iran, die Ende Februar 2026 begannen, erwägt Washington eine radikale Änderung der Geografie seiner Stützpunkte. Die zentrale Idee, die in den Gängen der Macht diskutiert wird, ist der Verzicht auf den Wiederaufbau einer Reihe beschädigter Objekte in ihrer ursprünglichen Form und die Verlegung eines erheblichen Teils der Streitkräfte nach Westen, näher an Israel und Jordanien.
Neue Karte: Verschiebung nach Westen
Quellen der Washington Post zufolge hat der Krieg die kritische Verwundbarkeit amerikanischer Einrichtungen in unmittelbarer Nähe der iranischen Grenzen demonstriert. Infolge von Raketen- und Drohnenangriffen starben 18 US-Soldaten, Hunderte wurden verletzt. Als Reaktion darauf untersucht das politische Management des Pentagons ein Szenario, bei dem Teile der Truppen in Ländern stationiert werden, die außerhalb der effektiven Reichweite der iranischen Raketenartillerie liegen. Es geht um die Ausweitung der Präsenz in Jordanien, wo die USA bereits mehrere Stützpunkte haben, und in Israel, wo während des Konflikts Tankflugzeuge stationiert waren.
Strategisches Dilemma und Risiken
Experten, einschließlich des ehemaligen Diplomaten Michael Ratney, stellen fest, dass eine Verlegung der Truppen nach Westen die direkten Risiken für Personal und Ausrüstung tatsächlich verringern könnte. Es gibt jedoch keine perfekte Lösung. Eine Verringerung der Präsenz in den Ländern des Persischen Golfs könnte von Teheran als strategischer Sieg wahrgenommen werden, was den Einfluss der USA in der Region untergraben würde. Darüber hinaus könnten Partnerländer wie Bahrain, wo sich der Hauptquartier des Fünften Flottengruppe befindet, ohne die direkte Unterstützung amerikanischer Stützpunkte anfälliger für iranische Aggressionen werden.
Interne Auseinandersetzungen in der Trump-Administration
Die Frage der Überarbeitung der Militärpräsenz hat auch die Debatten innerhalb der Administration von Präsident Donald Trump verschärft. Im Weißen Haus und im Pentagon tobt ein Kampf zwischen Befürwortern einer harten Politik und dem isolationistischen Flügel. Bisher wurde die Frage nicht zur offiziellen Anweisung des Verteidigungsministers Pete Hegseth, doch Beamte geben zu, dass Entscheidungen getroffen werden müssen. Gleichzeitig hält der Iran den Hormus-Schloss weiterhin geschlossen und fordert die Einhaltung der Bedingungen des Islamabader-Memorandums, während Trump erneut Pläne ankündigt, den Schlossterritorium der USA zu erklären.
Widersprüchliche Daten
In den Quellen gibt es Uneinigkeiten über den genauen Status der iranischen Forderungen und die aktuelle Situation im Hormus-Schloss. Einerseits wird berichtet, dass Teheran den Schlosst nicht öffnen wird, bis die Bedingungen des „Islamabader-Memorandums' erfüllt sind, was die Existenz von Vereinbarungen mit dem Iran impliziert. Andererseits wirft die Logik solcher Memoranden im Kontext des Krieges, der im Februar 2026 begann, Fragen bei Analysten auf. Darüber hinaus variieren die Daten über die Anzahl der Verletzten (18 Tote) und den genauen Umfang der Beschädigung der Stützpunkte je nach Quelle, obwohl das Gesamtbild der Notwendigkeit einer strategischen Überarbeitung unverändert bleibt.