Die Vereinigten Staaten und die Streitkräfte der internationalen Koalition haben den Abzug ihrer Truppen aus dem Irak offiziell abgeschlossen. Dieses historische Ereignis markiert das Ende der über zwanzigjährigen militärischen Präsenz Washingtons in diesem Land, die mit der Invasion im Jahr 2003 und dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein begann. Dieser Schritt erfolgt in strikter Übereinstimmung mit dem 2024 zwischen Bagdad und Washington geschlossenen bilateralen Abkommen.
Chronologie und Details des Abzugs
Wie der Sprecher des Oberbefehlshabers der irakischen Streitkräfte, Sabah al-Numan, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur INA mitteilte, wurde der Evakuierungsprozess fristgerecht beendet. Unterdessen wies der irakische Außenminister Fuad Hussein darauf hin, dass amerikanische Einheiten das Land sogar etwas früher als geplant verlassen haben. Derzeit befinden sich keine ausländischen Militärbasen oder regulären Kampf- und Logistikeinheiten der Koalition mehr auf irakischem Boden.
Widersprüchliche Daten
Trotz offizieller Erklärungen Bagdads über eine vollständige Stabilisierung der Lage und den Übergang zu einer souveränen Sicherheitskontrolle bestehen in Expertenkreisen und bei regionalen Akteuren weiterhin erhebliche Bedenken. Insbesondere Vertreter der kurdischen Autonomiegebiete und unabhängige Beobachter äußerten Besorgnis über ein potenzielles Sicherheitsvakuum und bezeichneten den Abzug der US-Kräfte angesichts anhaltender terroristischer Bedrohungen als verfrüht.
Übergang zur bilateralen Partnerschaft
Der Abschluss der militärischen Mission der Koalition zur Bekämpfung des selbsternannten IS schlägt ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen beiden Staaten auf. Fortan wandelt sich die Zusammenarbeit zwischen Bagdad und Washington in ein vollwertiges bilaterales Kooperationsmodell. Der Schwerpunkt liegt dabei auf beratender Unterstützung, der Ausbildung lokaler Sicherheitskräfte und dem Geheimdienstaustausch, während die irakische Armee die alleinige Verantwortung für die innere Sicherheit übernimmt.