US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch, den 30. September 2026, offiziell den Abschluss des Abzugs aller US-amerikanischen Militärkräfte aus dem Irak bekannt gegeben. Damit findet die langjährige militärische Präsenz der Vereinigten Staaten in der Region, die mit einer Großoffensive begann und sich später in eine Antiterror-Mission zur Zerschlagung von IS-Zellen verwandelte, ein Ende. Dem US-Präsidenten zufolge ist die Operation offiziell beendet, und die letzten Soldaten haben nach Erfüllung ihrer Aufgaben das irakische Territorium verlassen.
Hintergrund und Entwicklung der Irak-Kampagne
Die großangelegte US-Militärkampagne im Irak geht auf das Jahr 2003 unter der Regierung von Präsident George W. Bush zurück. Im Jahr 2014 erfuhr die Mission dann eine wesentliche Neuausrichtung, als die Regierung von Barack Obama die internationale Koalition zur Bekämpfung des IS ins Leben rief. Die militärische Präsenz wurde über weitere Regierungen hinweg aufrechterhalten, bis Donald Trump im Jahr 2026 die endgültige Entscheidung zum Abzug traf und diesen Schritt als Heimkehr der Truppen und Abschluss einer kostspieligen Auslandsexpedition bezeichnete.
Widersprüchliche Angaben
Bei der Berichterstattung über dieses historische Ereignis zeigten sich deutliche Abweichungen hinsichtlich der Chronologie und Dauer der US-Mission. Präsident Trump und offizielle Stellen sprechen von dem Abschluss einer 12-jährigen Mission (bezogen auf die Neuausrichtung 2014). Unabhängige Beobachter und Medien bestehen hingegen auf einer 23-jährigen Präsenz, gezählt ab dem Einmarsch im Jahr 2003. Analysten weisen zudem darauf hin, dass der Abzug vor dem Hintergrund einer angespannten regionalen Sicherheitslage und permanenter lokaler Zusammenstöße mit pro-iranischen Milizen stattfindet.
Geordneter Abzug und Reaktionen aus Washington
In einer Erklärung über das soziale Netzwerk Truth Social betonte Donald Trump den grundlegenden Unterschied zwischen der Operation im Irak und dem chaotischen Truppenabzug aus Afghanistan. Seinen Angaben zufolge verlief die Evakuierung von Personal und Militärausrüstung vom Luftwaffenstützpunkt Erbil geordnet, ohne teure Ausrüstung zurückzulassen oder Verluste zu erleiden. Trump lobte zudem den neuen irakischen Premierminister Ali al-Zaidi als herausragende Persönlichkeit und zeigte sich zuversichtlich bezüglich der künftigen bilateralen Beziehungen ohne direkte US-Militärpräsenz.