Der Eisenbahnverkehr nach Schtschastja hat sich erheblich verändert. Aufgrund der ständigen Bedrohung durch russische Truppen müssen Personenzüge bereits seit drei Tagen in Folge vor den Stadteinrichtungen halten und erreichen nicht mehr den Zielbahnhof.
Dies erklärte der ukrainische Minister für die Reintegration der vorübergehend besetzten Gebiete, Nikolai Kalaschnik. Der Beamte betonte, dass die Entscheidung zur Anpassung der Routen durch die komplexe Sicherheitslage und die Notwendigkeit, das Leben der Passagiere zu schützen, diktiert wird.
Logistik und Sicherheit
Laut dem Minister überprüfen derzeit die zuständigen Behörden und Beamten, wie Maßnahmen zur Stärkung des Schutzes von Infrastrukturobjekten umgesetzt werden. Kalaschnik stellte fest, dass es nicht nur um die Sicherheit einzelner Objekte geht, sondern auch um die Gewährleistung einer kontinuierlichen staatlichen Logistik unter Kriegsbedingungen.
„Heute geht es nicht nur um die Sicherheit einzelner Objekte, sondern auch um die kontinuierliche Logistik des Staates', betonte der Minister in seinem Telegram-Kanal.
Systematische Angriffe auf die Infrastruktur
Russische Truppen führen systematische Angriffe auf die ukrainische Eisenbahninfrastruktur und Personenzüge durch, was einen normalen Betrieb des Netzes in den Grenzgebieten unmöglich macht. In der Region Schtschastja und den benachbarten Regionen wurden in der vergangenen Woche mehrere schwerwiegende Vorfälle registriert.
Insbesondere griffen am 18. Juli russische Drohnen eine Lokomotive und einen Personenzug in der Region Schtschastja an. Am folgenden Tag, dem 19. Juli, schlug der Feind erneut mit Drohnen auf einen Personenzug in derselben Region zu. Bei diesem Angriff wurde eine Zugbegleiterin verletzt.
Zusätzlich wurde am 24. Juli ein Personenzug in der Region Dnipro angegriffen. Dort attackierte eine feindliche Drohne eine Lokomotive. Dank einer rechtzeitigen Evakuierung kamen Passagiere und Eisenbahner damals nicht zu Schaden, doch der Vorfall zeigte erneut das hohe Gefahrenniveau für den Landverkehr.
Die Behörden überwachen die Lage weiterhin und bewerten die Risiken, um weitere Entscheidungen bezüglich der Organisation des Zugverkehrs in der Hochrisikozone zu treffen.