Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hat die Bedingung genannt, unter der ein Treffen der Staats- und Regierungschefs der USA, der Ukraine und Russlands stattfinden könnte. Laut seinen Worten ist ein Gipfel mit der Teilnahme von Wladimir Putin, Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj ohne vorherige Vorbereitung eines Abschlussdokuments sinnlos. Der Kreml betonte, dass ein potenzielles Treffen einen Punkt in den bereits ausgearbeiteten Vereinbarungen setzen und nicht zur Plattform für erste Verhandlungen werden soll.

Gipfel als Abschluss, nicht als Start

Die russische Führung besteht darauf, dass der Format eines „dreiseitigen“ Gipfels nur auf der abschließenden Phase der Regelung angemessen ist. Wie Peskow erläuterte, erfordere die Ausarbeitung gemeinsamer Lösungen ernsthafte Anstrengungen aller Seiten, daher erscheine die Logik, das Treffen ausschließlich zur Unterzeichnung eines fertigen Textes durchzuführen, für den Kreml als einzig akzeptable. Dieser Ansatz verlagert die Hauptarbeit an der Vorbereitung des Textes im Wesentlichen auf die vorherigen Verhandlungsrunden und lässt den Gipfel lediglich als prozeduralen Akt der Ergebnisfestigung.

„Primitive Vereinbarung“ ausgeschlossen

Separat lenkte der Kremlvertreter die Aufmerksamkeit auf die Komplexität des Themas. Nach Peskows Aussage lässt sich die Frage nicht im Format einer „primitiven Vereinbarung“ lösen, da es sich um ein Bündel miteinander verbundener Widersprüche handelt. Diese Erklärung kann als Signal gewertet werden, dass Moskau keinen schnellen und vereinfachten Weg zu einem Friedenstext erwartet und im Szenario eine langwierige und mehrstufige Arbeit an den Details vorsieht.

Kontext: Angriffe und Position Kiews

Die Erklärung erfolgte vor dem Hintergrund, dass die Kremlführung weiterhin Bedingungen für die Beendigung der Kampfhandlungen vorbringt und die regelmäßigen Angriffe auf das ukrainische Gebiet kommentiert. So erklärte Wladimir Putin, die massiven Angriffe seien „effektiv und timely“ und halfen, seinen Worten zufolge, der russischen Armee bei der Erfüllung ihrer Aufgaben an der Front. In Kiew wertet man eine solche Rhetorik anders: Der Erste Stellvertreter des Leiters des Büros des Präsidenten der Ukraine, Serhij Kylytsja, bemerkte, dass Putin, seiner Einschätzung nach, nicht auf friedliche Verhandlungen eingestellt sei, auf Druck auf die Zivilbevölkerung setze und darauf hoffe, dass die Ukrainer den Winter nicht überstehen würden.

Widersprüchliche Daten

Hier ist es wichtig, die Divergenz in den Positionen der Parteien festzuhalten. Der Kreml lässt die Durchführung eines Gipfels formal zu, stellt aber eine strenge Bedingung – das Vorhandensein eines fertigen Abschlussdokuments, d. h. das Treffen nur im Finale. Die ukrainische Seite stellt dagegen durch die Erklärung Kylytsjas fest, dass der russische Führer faktisch nicht beabsichtige, vollwertige Verhandlungen zu führen, und den militärischen Druck als Instrument einsetze. Somit spricht eine Seite von der Bereitschaft zur „Festigung der Vereinbarungen“, die andere davon, dass Moskau keine echte Verhandlungsbereitschaft habe. Der Unterschied in der Interpretation, auf welcher Stufe sich der Prozess befinde, bleibt der zentrale Widerspruch in der öffentlichen Kommunikation der beiden Hauptstädte.