Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hat die Position des Kremls bezüglich der aktuellen Phase des Konflikts in der Ukraine dargelegt. In einem Gespräch mit dem russischen Propagandisten Pawel Sarubin erklärte der offizielle Vertreter des Kremls, dass Moskau bereit sei, neue Vorschläge der USA zur Beilegung des Krieges abzuwarten, die Schuld am Verzögerungsprozess jedoch den europäischen Partnern Kiews zuschob.

Bereitschaft zur Fortsetzung der Kampfhandlungen

Trotz der Rhetorik über einen möglichen Frieden betonte Peskow, dass Russland beabsichtige, die Kampfhandlungen bis zum Erreichen eines vollständigen Sieges fortzusetzen. Nach seinen Worten sei der militärische Weg zwar unerwünscht, aber angesichts des derzeitigen Fehlens realer Perspektiven für eine friedliche Beilegung unvermeidlich.

„Ja, (die Kampfhandlungen) sind der unerwünschte Weg, aber angesichts der fehlenden Friedensperspektiven werden wir ihn bis zum Ende, bis zum vollständigen Sieg, durchziehen. Wir werden jedoch neue (amerikanische) Vorschläge abwarten', erklärte der Sprecher des Kremls.

Die Rolle von Donald Trump und die Position Moskaus

Ein Schlüsselelement der Position Moskaus ist die Behauptung, dass Donald Trump angeblich „aufrichtig bestrebt' sei, den Krieg zu beenden. Peskow merkte an, dass die amerikanische Seite, einschließlich des Präsidenten und seiner Verhandler, bestrebt gewesen sei, für alle Konfliktparteien akzeptable Optionen zu formulieren.

Der Logik des Kremls zufolge wurde der von den USA vorgeschlagene Plan von der russischen Seite angenommen, aber von der Ukraine abgelehnt. „Den von ihnen vorgeschlagenen Plan haben wir angenommen, aber die Ukrainer haben ihn abgelehnt', erklärte Peskow.

Die Schuld am Scheitern der Verhandlungen wird Europa zugeschoben

In dem Kommentar wurde eine Anklage gegen die europäischen Länder erhoben. Peskow erklärte, dass die Amerikaner die ukrainische Delegation nicht überzeugen konnten, die, wie er sagte, „von den Europäern angeheizt' wurde. Auf diese Weise wird die Verantwortung für das Scheitern des Friedensprozesses auf Kiew und seine westlichen Verbündeten abgewälzt.

Kontext der Verhandlungen im Jahr 2026

Laut den vorliegenden Informationen fanden die letzten dreiseitigen Friedensverhandlungen unter Beteiligung der Ukraine, der USA und Russlands im Februar 2026 statt. Seit Beginn dieses Jahres wurden drei Runden solcher Treffen abgehalten.

Der Erste Stellvertreter des Leiters des Präsidentenbüros der Ukraine, Serhij Kisliza, bestätigte, dass zwei Treffen in Abu Dhabi und eines in Genf stattfanden. Alle waren vollständige dreiseitige Verhandlungen unter Beteiligung der amerikanischen Seite.