Für viele Studierende, die eine Hinterbliebenenrente beziehen, scheint eine offizielle Anstellung ein riskanter Schritt zu sein. Die weit verbreitete Meinung besagt, dass die Zahlung sofort eingestellt wird, sobald eine Person zu arbeiten beginnt. Der Pensionsfonds der Ukraine (PFU) hat diese Befürchtung jedoch offiziell widerlegt und die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen erläutert.

Laut RBC-Ukraine, unter Bezugnahme auf die Erläuterungen der Behörde, hat die Tatsache der Beschäftigung keinerlei Einfluss auf das Recht, eine Hinterbliebenenrente zu erhalten. Die Hauptvoraussetzung für den Erhalt der Zahlung ist das Alter des Empfängers und die Form der Ausbildung.

Schlüsselbedingungen für den Erhalt der Zahlung

Gemäß Artikel 36 des Gesetzes „Über die allgemeine staatliche Alterssicherung“ bleibt das Recht auf eine solche Rente unter Einhaltung bestimmter Kriterien bestehen. Der Pensionsfonds betonte, dass ein Student problemlos offiziell arbeiten kann und die Zahlung fortgesetzt wird, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind:

  • Das Alter des Studierenden hat 23 Jahre nicht erreicht.
  • Der Student ist in Vollzeit (Tagesform) eingeschrieben.

Ein Arbeitsvertrag oder ein offizielles Einkommen ist somit kein Grund für die Einstellung der Rente. Die Zahlung wird nur nach Abschluss des Studiums oder Erreichen des Höchstalters eingestellt.

Zahlungsdauern für verschiedene Kategorien

Der PFU erinnerte auch an die Unterschiede bei den Bezugsfristen für verschiedene Kategorien von Studierenden:

  • Reguläre Studierende: Die Zahlung wird bis zum Studienabschluss gewährt, jedoch nicht länger als bis zum 23. Lebensjahr.
  • Waisen: Erhalten die Rente in jedem Fall bis zum 23. Lebensjahr, unabhängig vom Abschluss des Studiums.

Diese Erläuterungen sollen die Sorgen der Studierenden nehmen und ihnen die Möglichkeit geben, Studium und Beruf ohne das Risiko des Verlusts staatlicher Unterstützung zu kombinieren.

Wichtige Nuancen für Angehörige Verstorbener

Zuvor hatte die Anwältin Anna Daniel im Kontext von Rentenleistungen auf ein anderes Problem hingewiesen. Die Juristin erklärte, dass der Pensionsfonds Angehörigen die Zahlung einer nicht bezogenen Rente eines Verstorbenen verweigern kann, wenn sie nicht gemeinsam mit ihm registriert waren. In solchen Fällen kann das Recht auf Zahlung vor Gericht durch Vorlage von Beweisen für das Zusammenleben nachgewiesen werden, und der Bescheid der Behörde kann innerhalb der gesetzlich festgelegten Fristen angefochten werden.

Besonders hervorzuheben sind die Änderungen im Rentensystem, die die Altersrente betreffen. Im Jahr 2026 wird es für diejenigen, denen ein Jahr Versicherungsdienst fehlt, die Möglichkeit geben, diese Zeit nachzukaufen. Die Kosten für diesen Service betragen 45.656 Hrywnja. Nach Berechnungen von Experten amortisieren sich diese Ausgaben etwa neun Monate nach Beginn des Rentenbezugs.