Ab dem 31. August 2026 beginnen in Kiew und der Oblast Kiew die ersten „Phantom-Patrouillen' ihren Dienst – drei Dienstfahrzeuge der Streifenpolizei, die äußerlich kaum von zivilen Fahrzeugen zu unterscheiden sind, aber mit Systemen zur automatischen Erfassung von Geschwindigkeitsüberschreitungen ausgestattet sind. Dies erklärte der Leiter der Abteilung für Streifenpolizei, Alexei Beloschizkyj, laut RBC-Ukraine in seinem Telegram-Kanal. Seinen Worten zufolge sollen nach Kiew und der Oblast Kiew solche Fahrzeuge auch in anderen Regionen aufgestellt werden, und ihre Zahl soll mit der Zeit erhöht werden.

Was sind „Phantom-Patrouillen'

Das Hauptmerkmal dieser Fahrzeuge ist ihr stehlerartiges Erscheinungsbild: Sie fallen auf der Straße weder durch Sonderwarnanlagen noch durch eine typische Lackierung auf, was ihre Tätigkeit für die Fahrer unvorhersehbar macht. Gleichzeitig ist jedes Fahrzeug mit einem Satz technischer Mittel ausgestattet, die die Geschwindigkeit anderer Fahrzeuge sowohl im Fahrbetrieb als auch auf einem bestimmten Streckenabschnitt messen können. Wie die Abteilung für Streifenpolizei betont, können solche Fahrzeuge Überschreitungen in beiden Richtungen feststellen – sowohl in Fahrtrichtung als auch in Gegenrichtung. Visuell werden die ersten „Phantome' durch drei dunkelgrüne Crossover Skoda Kodiaq mit ukrainischen Kennzeichen dargestellt, was ihren Status als reguläre Dienstfahrzeuge und nicht als zivile Autos bestätigt.

Wie erfolgt die Erfassung von Verstößen

Die Arbeit des Systems basiert auf dem Prinzip der „unterbrechungsfreien' Kontrolle: Nach der Geschwindigkeitsmessung liest und erkennt der Komplex automatisch das staatliche Kennzeichen des Fahrzeugs, die Daten werden mit den entsprechenden Datenbanken abgeglichen und anschließend an das System der automatischen Erfassung übermittelt. Auf dieser Grundlage wird der Beschluss über die Verwaltungsübertretung automatisch erstellt, und in den meisten Fällen wird der Fahrer gar nicht angehalten. Zur Übersicht sind die Fahrzeuge mit zwei Videokameras ausgestattet, die Verstöße sowohl vor als auch hinter dem Dienstfahrzeug festhalten, was die Kontrolle des Verkehrs in beiden Richtungen ermöglicht.

Wann der Fahrer dennoch angehalten wird

Der automatische Modus ist nicht das einzige Szenario. Im Falle eines schweren Verstoßes, insbesondere bei der Schaffung einer Gefahrenlage, haben die Streifenbeamten das Recht, den Fahrer anzuhalten. Anschließend prüfen die Inspektoren den Fall der Verwaltungsübertretung gemäß den Anforderungen des Artikels 35 des Gesetzes der Ukraine „Über die nationale Polizei'. Somit kombinieren die „Phantome' sowohl die ferngesteuerte Massenkontrolle als auch das klassische Streifendienstpatrouillieren für die gefährlichsten Fälle.

Kontext: Ausbau des Netzes der Auto-Feststellung

Die Inbetriebnahme der „Phantom-Patrouillen' erfolgt vor dem Hintergrund einer allgemeinen Verschärfung der Kontrolle auf den Straßen der Ukraine. Eine Erinnerung der Abteilung für Streifenpolizei: Am 20. August wurden im Land 50 neue Kameras zur automatischen Feststellung in Betrieb genommen, sechs davon in der Oblast Kiew – auf den Strecken N-01, R-69, N-07, M-01-01 und M-07. Die Kameras kontrollieren den Verkehr in Richtung Leonowka, des Kyiwer Wasserkraftwerks, Hohorjew, Browary und Kiew. „Das Hauptziel der „Phantome' ist die Verringerung der Zahl der Verletzten und Toten auf den Straßen der Ukraine', fasste der Leiter der Abteilung für Streifenpolizei zusammen.