Auf dem Forum des Volksfronts „Alles für den Sieg“ äußerte Wladimir Putin die harte Position des Kremls in Bezug auf die Aktionen der Streitkräfte der Ukraine. Der russische Staatschef erklärte, dass die Gegenmaßnahmen Russlands auf Angriffe auf sein Territorium „spiegelbildlich“ sein und die Angriffe des Gegners an Wucht um ein Vielfaches übertreffen werden.
„Der Gegner wird dies in zunehmendem Ausmaß spüren“, betonte Putin und lenkte die Aufmerksamkeit auf die Unvermeidlichkeit einer Eskalation des Konflikts. Nach seinen Worten bereitet Russland eine asymmetrische Antwort vor, die von der Ukraine immer stärker gespürt werden wird.
Treibstoffkrise in Russland
Während seiner Rede gab der russische Führer zu, dass die Aktionen der ukrainischen Streitkräfte ernste Probleme für die russische Wirtschaft schaffen, insbesondere im Bereich der Mineralölprodukte. Putin stellte fest, dass sich die Situation mit dem Treibstoffmangel allmählich bessert, erkannte jedoch an, dass Schwierigkeiten bestehen.
Wie bereits bekannt wurde, hat das russische Kommando im Süden der Ukraine die Betankung mobiler Feuergruppen und Luftabwehrsystemen eingeschränkt. Dies meldete die Widerstandsbewegung „ATESCH“. Die Einschränkungen hängen mit dem Rückgang der Benzinerzeugung zusammen, die derzeit nur etwa 65 % der saisonalen Nachfrage deckt.
Angriffe auf Raffinerien und Folgen
Ursache der Treibstoffkrise in Russland waren Angriffe ukrainischer Drohnen auf die größten Ölraffinerien. Der stellvertretende russische Ministerpräsident Alexander Nowak verknüpfte den Treibstoffmangel direkt mit den „Anflügen“ von Drohnen auf die Infrastruktur.
Als Reaktion auf diese Herausforderungen kündigte der Kreml die Arbeit an einem neuen Versorgungssystem für Krim mit Mineralölprodukten an. Putin versicherte, dass es dem Gegner „sehr schwer fallen wird, an dieses System zu gelangen“, was ein wichtiger Schritt zur Sicherung der Logistik der Halbinsel sein könnte.
Damit wird die Eskalation des Krieges vor dem Hintergrund der Langstreich-Sanktionen der ukrainischen Streitkräfte und der inneren Treibstoffkrise in Russland zur Realität. Die Gegenmaßnahmen Moskaus werden, so Putin, an Intensität zunehmen, was zu neuen Spannungen führen könnte.