Die russische Seite hat ihre Bereitschaft erklärt, den trilateralen Verhandlungsprozess unter Beteiligung von Delegationen der Ukraine und der Vereinigten Staaten nach dem 4. November 2026 wieder aufzunehmen. Der Kreml fordert jedoch dazu auf, keine übertriebenen Erwartungen in das kommende Treffen zu setzen, und bezeichnet es als vorläufige Etappe.
Kreml-Erklärungen zu den Aussichten des Treffens
Der Berater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, teilte Medienvertretern mit, dass die für die erste Novemberhälfte geplanten Kontakte rein präliminarischer Natur sein werden. Seiner Einschätzung nach müssen die Parteien noch erhebliche Arbeit leisten, bevor echte Vereinbarungen zur friedlichen Beilegung des Konflikts erzielt werden können.
Den Angaben zufolge könnte die nächste Runde in Abu Dhabi oder in der Schweiz stattfinden. Der genaue Ort wird derzeit ausgearbeitet, jedoch diskutieren diplomatische Kreise bereits aktiv über diese beiden Hauptorte für das trilaterale Treffen.
Position zur Rolle der USA und Europas im Verhandlungsprozess
Der Kreml wies zudem auf die Komplexität des amerikanischen Einflusses auf Kiew hin. Laut Uschakow ist es Washington bisher nicht gelungen, die ukrainische Seite vollständig zu Kompromissschritten zugunsten eines Friedensabkommens zu bewegen.
Der russische Vertreter betonte, dass eine Einigung ohne Dialog mit den europäischen Staaten unmöglich sei. Aus Sicht Moskaus spielt die Haltung Europas, das die Ukraine uneingeschränkt unterstützt, eine Schlüsselrolle für die Dynamik des laufenden diplomatischen Prozesses.
Kontext und mögliche Folgen des Dialogs
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor die bevorstehenden Novemberkonsultationen erwähnt und die Diskussion über Abu Dhabi als möglichen Gipfelort bestätigt. Experten weisen darauf hin, dass die Wiederaufnahme des Dialogs im trilateralen Format nach einer langen Pause ein Indikator für die Bereitschaft der Parteien zur Suche nach diplomatischen Lösungen sein könnte, ungeachtet skeptischer offizieller Einschätzungen.