Im August 2026 wird das ukrainische Publikum erstmals den Dokumentarfilm «Rette sie» (RESCUE) sehen, der nach seiner Premiere auf dem Raindance-Festival in London zu einem internationalen Hit wurde. Der Film, der an der Schnittstelle von Kino und humanitärer Mission entstanden ist, erzählt von Menschen, die während der vier Jahre des großen Krieges ihr Leben riskierten, um Tiere aus den Grenzgebieten zu evakuieren. Die ukrainische Premiere findet im Rahmen des Odessa International Film Festival statt, das in diesem Jahr in Kiew abgehalten wird.
Umfang der Rettungsaktion: von Konstantyniwka bis Saporischschja
Der Film ist ein gemeinsames Projekt der amerikanischen Independent-Produktionsfirma We Are All Animals und der ukrainischen Organisation «Jedes Tier». In den vier Jahren des umfassenden Krieges retteten die Helden des Films mehr als 30.000 Tiere – von Haustieren bis hin zu Nutztieren. Die Kamera der Dokumentarfilmer begleitete die Freiwilligen in den gefährlichsten Regionen: von Konstantyniwka bis Pokrowsk sowie in den Oblasten Charkiw und Saporischschja. Jede Evakuierung in diesen Zonen ist mit einer echten Lebensgefahr für die Retter verbunden.
Helden des Films: Menschen verschiedener Länder und Schicksale
Im Mittelpunkt der Erzählung stehen die Geschichten von Menschen, deren Vergangenheit und Motive sich grundlegend unterscheiden. Zu den Helden gehören ein ehemaliger ukrainischer Soldat, der sich nach dem Dienst der Rettung von Tieren widmete; eine Schweizer Freiwillige, die ein sicheres Leben verließ, um zu helfen; eine Bulgarin, die nach Beginn der Invasion nach Ukraine zog; und ein Italiener, der ein Schutzgebiet in der Oblast Kiew gründete. Sie verbindet eines: die Weigerung, die Tiere in den bombardierten Dörfern ihrem Schicksal zu überlassen.
Symbol des Films: Die Geschichte des Zickleins Alenka
Eine der ergreifendsten Geschichten des Films ist die Rettung eines Zickleins namens Alenka. Das Tier wurde aus einem bombardierten Dorf evakuiert und wurde später zu einem der Symbole des Films. Diese Geschichte unterstreicht nicht nur das Ausmaß der Tragödie, sondern auch die Fähigkeit zur Mitmenschlichkeit auch unter Kriegsbedingungen. Die Produzentin des Films und Leiterin der Organisation «Jedes Tier», Tamara Human, betont, dass «Rette sie» nicht nur ein Dokument über die Evakuierung ist, sondern eine Geschichte über Verantwortung, moralische Wahl und Mitgefühl.
Kinematographischer Kontext und das Produktionsteam
Regisseur des Films ist der italo-amerikanische Dokumentarfilmer Alessio Schiazza, bekannt für seine Forschungen zur Verbindung zwischen Menschen und Tieren. Seine vorherige Arbeit Cuori Liberi (2024) widmete sich dem Kampf für die Rechte von Tieren in italienischen Tierheimen. Zum Produktionsteam stießen der britische Regisseur Sadie Frost und der Mitbegründer des ukrainischen Unternehmens Petcube, Andriy Klen. Der Film zeigt den Krieg aus einer einzigartigen Perspektive – durch die Linse der Geschichten von Tieren und Menschen, die sich weigern, sie zu verlassen.
Widersprüchliche Daten
In den Quellen gibt es Uneinigkeiten über das genaue Datum der Durchführung des Odessa International Film Festival im Jahr 2026. Einige Materialien deuten darauf hin, dass das Festival in Kiew stattfindet, was auf logistische oder sicherheitsbedingte Gründe zurückzuführen sein könnte. Auch in einigen Quellen wird das Jahr 2025 erwähnt, was eine Klärung bei den Organisatoren des Festivals erfordert.