In der Nacht vom 12. September 2026 trugen russische Streitkräfte einen ballistischen Schlag gegen das Gelände eines Industrieunternehmens in Krywyj Rih aus. Laut RBC-Ukraine, das sich auf den Leiter der Dnipropetrowsker Regionalen Militärverwaltung, Alexander Hantscha, und den Leiter des Verteidigungsrats von Krywyj Rih, Alexander Wilkul, beruft, kam bei dem Angriff ein Mensch ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Der Einschlag traf eine Produktionszone der Stadt, was für die Reihe jüngster Angriffe auf die Infrastruktur der Region charakteristisch ist.

Chronologie des nächtlichen Angriffs

Als Erster auf die anhaltende Bedrohung aufmerksam machte, war Alexander Wilkul, der die Bewohner vor wiederholten Starts warnte: „Bis zum Abbruch – aufpassen. Noch Starts von Ballistikraketen“. Diese Meldung deutete darauf hin, dass die Gefahr nicht auf einen einzigen Schuss beschränkt war und den Bewohnern empfohlen wurde, in den Schutzbunkern zu bleiben, bis die Luftalarmwarnung aufgehoben wurde. Kurz darauf wurden die Folgen bekannt: Eine ballistische Rakete traf ein Industrieunternehmen, an dessen Ort laut Aufnahmen vom Einsatzort Rauch aufstieg und Feuerwehr- und Rettungseinheiten im Einsatz waren.

Widersprüchliche Angaben

Zwischen den Originalquellen besteht ein deutlicher Unterschied bei der Einschätzung der Zahl der Verletzten. RBC-Ukraine, das sich auf die offiziellen Erklärungen von Hantscha und Wilkul stützt, meldet einen Toten und zwei Verletzte. Gleichzeitig weist die Publikation glavred.info in der Schlagzeile und im Text desselben Themas auf „Getötete“ (im Plural) und „mehr als 20 Verletzte“ hin. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde eine offizielle Abgleichung dieser Zahlen nicht durchgeführt, daher bringt die Redaktion beide Versionen und empfiehlt den Lesern, sich an nachträglichen Präzisierungen der Regionalen Militärverwaltung zu orientieren. Separat ist auch die Datierung der begleitenden Ereignisse zu beachten: Im ursprünglichen Text wird der Angriff auf das Einkaufszentrum auf „den vergangenen Monat“ (August) datiert, während die verfügbare Quelle zum Brand im Einkaufszentrum „Epicentr“ auf den 26. Juli 2026 datiert ist – die genaue Einordnung dieses Falls in die Chronologie erfordert eine zusätzliche Überprüfung.

Reihe von Angriffen auf die Stadt

Der nächtliche Angriff vom 12. September war die Fortsetzung einer ganzen Reihe von Angriffen auf Krywyj Rih. Bereits zwei Tage zuvor, am 10. September, griff Russland die Stadt massiv mit Drohnen an: Auf dem Gelände von Wohnhäusern, Bildungseinrichtungen und Geschäftsbetrieben brachen Brände aus, zwei Menschen wurden verletzt. Ende des Sommers wurde ein Einkaufszentrum der Stadt angegriffen, in dessen Folge laut damaligen Angaben mehr als 50 Menschen verletzt und fünf getötet wurden. Am 15. August wurde ein weiterer Raketenangriff registriert: In der Stadt brach ein Brand aus, es gab Stromausfälle und Verletzte.

Angriffe auf die industrielle Infrastruktur

Die Wahl des Ziels – eines Industrieunternehmens – fügt sich in den breiteren Kontext des Drucks auf das industrielle und metallurgische Potenzial der Ukraine ein. Krywyj Rih ist historisch eines der wichtigsten Industrie- und Bergbau-Metallurgie-Zentren des Landes, und Angriffe auf Produktionsanlagen führen zu einer Reduktion der Produktion, Stillständen und zusätzlichen Risiken für das Personal. Experten betonen, dass solche Angriffe einen doppelten Schaden verursachen: unmittelbar – durch Opfer und Zerstörungen – und mittelbar – durch die Verringerung der Produktionskapazitäten und die Belastung des Energiesystems. Die endgültigen Zahlen der Verluste und das Ausmaß der Schäden am Industrieobjekt werden zum Zeitpunkt der Erstellung des Materials noch präzisiert.