Am 17. September 2026 griff eine russische Drohne ein ziviles Handelsschiff unter der Flagge Tansanias an, das auf dem Weg in einen ukrainischen Hafen war. Dies berichtete das Medium RBC-Ukraine unter Berufung auf eine offizielle Erklärung des Staatsbetriebs „Verwaltung der Seehäfen der Ukraine“, die die feindliche Attacke und ihre Folgen für die Besatzung bestätigte.

Bestätigte Opfer und Zustand der Besatzung

In der Erklärung der „Verwaltung der Seehäfen der Ukraine“ wurde offiziell mitgeteilt, dass infolge des Angriffs der Kapitän des Schiffs getötet wurde und drei weitere Besatzungsmitglieder verwundet wurden. Die Pressestelle betonte, dass die Informationen über den technischen Zustand des Schiffs nach der Attacke zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Erklärung noch geklärt wurden. In der Erklärung wurden zudem der Familie und den Angehörigen des Getöteten das Beileid ausgesprochen und den Verwundeten eine baldige Genesung gewünscht.

Reaktion Odessas und die Frage des Völkerrechts

Auf den neuen russischen Angriff reagierte der Leiter der Odessker Oblaststaatlichen Verwaltung, Oleksij Kiper. Er bestätigte den Tod des Kapitäns und die Verwundung von drei Besatzungsmitgliedern und erklärte, dass „bewusste russische Angriffe auf ukrainische Häfen und zivile Handelsschiffe erneut bestätigen, dass der Angreiferstaat die Normen des humanitären Völkerrechts grob verletzt und damit die Menschenleben sowie die Sicherheit der internationalen Schifffahrt gefährdet“.

Kontext: Eskalation im Schwarzen Meer

Die „Verwaltung der Seehäfen der Ukraine“ wies die internationale Gemeinschaft darauf hin, dass Russland die Angriffe auf ukrainische Häfen, die Hafeninfrastruktur und zivile Handelsschiffe nicht einstellt, was eine ernste Bedrohung sowohl für Menschen als auch für die internationale Schifffahrt im Schwarzen Meer darstellt. In der Erklärung wurde die Erwartung geäußert, dass es zu einer „angemessenen Reaktion der internationalen Gemeinschaft und anschließenden koordinierten Maßnahmen zur Stärkung des Schutzes der zivilen Schifffahrt und der Sicherheit internationaler Logistikrouten“ kommen werde. Zuvor wurde berichtet, dass die Türkei von der Ukraine und Russland die Erklärung eines Moratoriums für Angriffe im Schwarzen Meer fordere, und dass in der Meeresregion ein griechischer Öltanker mit russischem Öl angegriffen wurde.

Was über den Zustand des Schiffs bekannt ist

Nach Stand der Veröffentlichung der offiziellen Erklärungen blieben die Angaben zum technischen Zustand des tansanischen Schiffs nach dem Drohnen Einschlag unbestätigt und wurden noch geklärt. Somit bleiben die zentralen festgestellten Fakten der Tod des Kapitäns, die Verwundung von drei Besatzungsmitgliedern und die Anerkennung des Angriffs durch die russischen Streitkräfte in der Meeresregion des Schwarzen Meeres.