In der Nacht auf den 12. September 2026 fügten die russischen Streitkräfte der Ukraine einen neuen massiven Luftangriff zu, wobei Raketen verschiedener Typen und Kampfdrohnen eingesetzt wurden. Laut vorläufigen Angaben der Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte wurden bis 08:30 Uhr 110 Luftziele durch das ukrainische Luftabwehrsystem zerstört oder unterdrückt. Gleichzeitig wurden laut Bericht Treffer russischer Raketen und Kampfdrohnen an 20 Orten registriert, an vier weiteren Orten fielen Trümmerteile abgeschossener Ziele. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war der Luftangriff noch nicht abgeschlossen — über Teilen der Regionen befanden sich weiterhin russische Drohnen in der Luft.

Umfang und Angriffsrichtungen

Laut Informationen, die RBK-Ukraine unter Verweis auf den Bericht der Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte zitiert, wurden die Drohnen aus mehreren Richtungen gestartet: aus den Gebieten von Kursk und Orjol, von dem vorübergehend besetzten Gebiet der Oblast Donezk sowie aus Gwardeisko in der Krim. Diese Kombination von Startplätzen deutet darauf hin, dass der Gegner versuchte, gleichzeitig aus verschiedenen Achsen anzugreifen, um das Luftabwehrsystem zu überlasten und die Bestimmung der prioritären Bedrohungen zu erschweren.

Wie der Luftangriff abgewehrt wurde

Die Abwehr des Angriffs erfolgte umfassend: Es wurden die Luftwaffe, die fliegerabwehrraketentruppen, Einheiten der elektronischen Kampfführung, unbemannte Systeme sowie mobile Feuergruppen der Verteidigungskräfte der Ukraine eingesetzt. Gerade diese Kombination der Mittel ermöglichte es laut vorläufigen Einschätzungen, die überwiegende Mehrheit der Ziele zu unterdrücken, einschließlich ballistischer Raketen und Lenkflugkörper. Die Luftstreitkräfte riefen die Bevölkerung auf, die Luftalarme nicht zu ignorieren und die Sicherheitsvorschriften einzuhalten, da die Bedrohung den gesamten Vormittag über anhielt.

Folgen und registrierte Treffer

Trotz der hohen Effektivität der Luftabwehr kam es dennoch zu Treffern auf Bodenobjekten: Es wurden 20 Orte mit Treffern russischer Raketen und Kampfdrohnen sowie vier Orte registriert, an denen Trümmerteile abgeschossener Ziele niederfielen. Die konkrete Liste der betroffenen Objekte und die mögliche Zahl der Opfer wurden zum Zeitpunkt der Erstellung des Materials noch geklärt, und die offiziellen Stellen sammelten weiterhin Daten.

Widersprüchliche Angaben

Bei der Abgleichung mit zusätzlichen Veröffentlichungen zeigen sich Abweichungen in den Daten und Zahlen. Einige Quellen, die sich auf nächtliche Angriffe beziehen, datieren die Ereignisse auf den 9. und 11. September und nennen andere Umfänge (einschließlich der Erwähnung ballistischer Raketen und von rund 196 Drohnen), was zeitlich anderen Angriffen oder aktualisierten Lageberichten entsprechen könnte. Gleichzeitig wird in den Materialien zum nächtlichen Angriff über Treffer von Drohnen in mehrstöckige Wohngebäude in Kiew und Saporischschja sowie über Opfer und Brände berichtet. Es existiert somit zum Zeitpunkt der Veröffentlichung kein einheitlich abgestimmtes Bild hinsichtlich der Anzahl der Ziele und der genauen Orte, und die Zahlen sind als vorläufig zu betrachten.

Internationaler Kontext

Der nächtliche Angriff erfolgt vor dem Hintergrund der anhaltenden westlichen Unterstützung der ukrainischen Luftabwehr. Zuvor wurde berichtet, dass Kanada Hunderte Millionen Dollar für Abfangraketen für die Ukraine bereitstellt, und die EU-Kommission genehmigte 6,1 Mrd. Euro für den Kauf von Patriot-Raketen und Drohnen. Diese Pakete sollen genau jene Glieder des Verteidigungssystems stärken, die in der Nacht auf den 12. September die Hauptlast bei der Abwehr des massiven Angriffs auf sich nahmen.