Laut Angaben aus Militärkreisen, die von RBC-Ukraine veröffentlicht wurden, steigert Russland systematisch die Produktion der Kampfdrohnen der Familien „Geran“ und „Herber“, um die nahezu täglichen Angriffe auf das ukrainische Territorium aufrechtzuerhalten. Die zentrale Schlussfolgerung der Quellen lautet, dass das aktuelle Schema der Massenangriffe kein kurzfristiges Experiment ist: Die russischen Produktionspläne sind auf eine langfristige Perspektive ausgelegt und nicht auf einen einmaligen Aktivitätsschub. Das bedeutet, dass die ukrainische Seite in ihrer Verteidigungsstrategie einen anhaltenden und nicht nur vorübergehenden Strom an Luftbedrohungen einplanen muss.
Umfang der täglichen Schläge
Den Informationen von RBC-Ukraine zufolge werden der Truppengruppe, die unmittelbar Angriffe auf die Ukraine führt, täglich rund 160 Kampfdrohnen zugewiesen – sowohl Strahl- als auch Benzin-„Scheheds“. Genau dieses Tempo hält Russland laut Beobachtungen seit der vergangenen Woche aufrecht, und die vorhandenen Produktionskapazitäten ermöglichen es, es im Normalbetrieb zu halten. Wichtig ist, dass es sich nicht um einen Spitzenwert, sondern um eine geplante tägliche Norm handelt, was die Stabilität der logistischen und Produktionskette unterstreicht.
Septemberplan und Fokus auf Strahlmodelle
Laut Quellen plant Moskau im September die Herstellung von rund 2000 Strahl-Drohnen „Geran“. In dieser Charge handelt es sich bei den Strahlmodellen um „Geran-4“ und „Geran-5“ – Modelle, die laut Experten am schwersten durch Flak-Mittel abgefangen werden können. Der Übergang zu Strahlantrieb erfolgt in Russland gezielt, um den Rückgang der Effizienz der klassischen Benzin-„Scheheds“ auszugleichen: Der Hauptvorteil der Strahlgeräte ist die höhere Fluggeschwindigkeit, wodurch das Ziel schwerer zu erfassen ist.
Engpass – Motoren und ausländische Komponenten
Eine der Hauptbeschränkungen für die weitere Steigerung der Produktion sind die Komponenten, vor allem die Motoren. Laut dem Portal des HUR „War&Sanctions“ verwendet Russland in den Strahl-„Geranien“ Turbostrahltriebwerke des chinesischen Herstellers Telefly. Dabei wurden aus der VR China laut RBC-Ukraine lediglich rund 3.000 solcher Motoren geliefert – etwa ein Sechstel des Bedarfs Moskaus. Genau deshalb sucht der Kreml nach Wegen, ihre Produktion in Eigenregie aufzubauen. Zur Veranschaulichung: In der „Geran-3“ wurde der chinesische Turbostrahltriebwerk Telefly JT80 verwendet, und insgesamt enthielt das Gerät 45 ausländische Komponenten, was die Linie der Strahl-Drohnen kritisch von einem externen Lieferanten abhängig macht.
Warum die Produktion der „Geran-3“ eingestellt wurde
Bereits im August hatte das Hauptnachrichtendienst (HUR) berichtet, dass Russland die Produktion der „Geran-3“ unerwartet eingestellt hat. Die Quellen des Mediums führen diese Entscheidung auf die Umverteilung knapper Komponenten zugunsten der Herstellung der aus Sicht Moskaus effizienteren „Geran-4“ und „Geran-5“ zurück. Somit bedeutet die Einstellung eines Strahlmodells nicht das Beenden der Strahlrichtung insgesamt, sondern spiegelt innerhalb dieser die Umverteilung begrenzter Ressourcen zugunsten von Modellen mit besseren Abfangeigenschaften wider.
Widersprüchliche Daten
In offenen Quellen weichen die Zahlen zur Produktion und zum Einsatz von Drohnen je nach dem gewählten Maßstab voneinander ab. So nennt RBC-Ukraine eine tägliche Norm von 160 Drohnen, die unmittelbar der Angriffsgruppe zugewiesen werden, während andere Quellen (insbesondere Daten, die in Materialien zur „Geran-2“ zitiert werden) von einem Potenzial sprechen, die Produktion einzelner Modelle auf mehrere Hundert Geräte pro Tag zu steigern, und der Septemberplan für die Strahl-„Geranien“ wird auf rund 2000 Einheiten geschätzt. Diese Kennzahlen sind nicht identisch: Die erste reflects die tatsächliche tägliche Ausgabe an die Front, die zweite – das Produktionspotenzial einer bestimmten Linie, die dritte – der Monatsplan. Außerdem ist die Schätzung des Motorbedarfs (3.000 gelieferte als „ein Sechstel“ des Bedarfs) eine abgeleitete Größe und basiert auf den Daten einer einzigen Quelle, daher sollten die absoluten Zahlen des Gesamtbedarfs mit Vorbehalt betrachtet werden. Die Differenz zwischen den Versionen ändert nichts am allgemeinen Schlussfolgerung über den Übergang zu Strahlmodellen, aber die genauen Mengen sind derzeit nicht durch unabhängiges Kreuz-Faktenchecking bestätigt.
Insgesamt deuten die vorliegenden Daten auf eine stabile strategische Linie Moskaus hin: das hohe Angriffs Tempo durch den Übergang zu Strahl-„Geranien“ und die gleichzeitige Suche nach internen Lösungen für die Motorenproduktion aufrechtzuerhalten. Für die Ukraine bedeutet dies, dass die Verteidigungskräfte in den Plan nicht eine einmalige, sondern eine mehrmonatige Abfanglast einplanen müssen, und der entscheidende Faktor für die Verwundbarkeit der russischen Produktion bleibt die Abhängigkeit von chinesischen Turbostrahltriebwerken.