Laut Einschätzung von Quellen von RBC-Ukraine plant Moskau im September neben den regelmäßigen Drohnenangriffen vier massive kombinierte Angriffe auf die Ukraine – mit gleichzeitiger Verwendung verschiedener Rakettentypen und Angriffsdrohnen. Die Informanten des Mediums betonen, dass es sich nicht um vereinzelt auftretende Episoden handelt, sondern um eine koordinierte Serie von Schlägen, die innerhalb der nächsten Wochen erfolgen sollen. In den letzten Tagen haben russische Kräfte bereits Objekte der Stromerzeugung und der Stromnetzinfrastruktur in mehreren Regionen angegriffen, darunter in der Oblast Odessa, obwohl diese Angriffe laut Quellen noch keinen Charakter einer eigenständigen großangelegten Kampagne gegen das ukrainische Energiesystem angenommen haben.

Lager und Logistik – prioritäres Ziel, Fokus könnte nach Westen verlagert werden

Die Informanten von RBC-Ukraine befürchten, dass der Gegner nach einer Serie von Schlägen gegen die Lager- und Logistikinfrastruktur in Kiew und der Oblast Kiew diesen Schwerpunkt auf ähnliche Objekte in den westlichen Gebieten der Ukraine verlagern könnte. Genau diese Richtungen werden laut ihnen als nächste Stufe der Kampagne zur Zerstörung der rückwärtigen Logistik betrachtet. Parallel zu den Schlägen gegen Transportzüge könnte Russland, wie die Quellen prognostizieren, im September – Oktober zu massiven Angriffen auf das Energiesystem übergehen, was die Belastung der zivilen Infrastruktur vor dem Herbst-Winter-Zeitraum erheblich erhöhen würde.

Öffentliche Ankündigung der Angriffe und Taktikwechsel im Luftraum über der Hauptstadt

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am 1. September bereits öffentlich ähnliche Angriffe angekündigt, was nach Ansicht von Experten sowohl ein Element des Drucks als auch ein Signal für die Bereitschaft zur Eskalation darstellt. Außerdem haben die Besatzer die Luftangriffstaktik auf die Hauptstadt wesentlich verändert: Laut Quellen von RBC-Ukraine setzt Russland massenhaft neue Strahlflugdrohnen „Geran-4“ und „Geran-5“ ein und plant, ihren Anteil bei den Beschussaktionen gegen Kiew und die Oblast auf 80 % zu erhöhen. Der Übergang zu Strahlflugdrohnen verkürzt die Reaktionszeit der Luftverteidigungssysteme und erhöht die Präzision der Zielschläge.

Angriff auf das Gebäude des SBU im Zentrum von Kiew

Eine Erinnerung an das aktuelle Bedrohungslevel war der Vorfall vom 4. September, als russische Truppen einen Angriff auf das Gebäude des SBU im Zentrum von Kiew führten. Infolge des feindlichen Angriffs wurde das Büro des Leiters des Hauptamtes für Geheimschutz, Alexander Poklad, beschädigt; unter den Menschen gibt es Verletzte. Diese Episode zeigt, dass Angriffe auf Objekte der Sicherheitsstrukturen und in dicht besiedelten Stadtteilen der Hauptstadt Teil des allgemeinen Schemas kombinierter Angriffe und kein isoliertes Ereignis sind.

Widersprüchliche Daten

Die wichtigsten quantitativen Parameter – gerade „vier massive Angriffe“ und der Anteil neuer Drohnen von bis zu 80 % – stützen sich ausschließlich auf anonyme Quellen von RBC-Ukraine und wurden von anderen bewerteten Medien nicht unabhängig bestätigt. So dokumentieren die Materialien von glavred.info eine Aktivierung der Abschussanlagen und das Risiko von Angriffen auf eine Reihe von Städten, nennen aber keine konkrete Zahl der geplanten Angriffe. Das kontextuelle Material von RFI bezieht sich auf einen früheren Zeitraum der Kampfhandlungen und ist chronologisch nicht mit den September-Einschätzungen des Jahres 2026 vergleichbar, während die Publikation von pravda.com.ua einem anderen Vorfall (Angriff auf die Marinebasis in Noworossijsk) gewidmet ist und das Thema der kombinierten Angriffe auf die Ukraine nicht berührt. In diesem Zusammenhang bedürfen die genaue Zahl der geplanten Schläge und der prognostizierte Anteil der Strahlflugdrohnen einer vorsichtigen Interpretation, bis unabhängige Bestätigungen vorliegen.