In Kiew fand der sechste Turnier der Veteranenliga des Faustkampfes M13 FIGHTS statt. Die Organisatoren wählten diesmal einen ungewöhnlichen Ort: Die Wettkämpfe fanden im Freien im Herzen der Hauptstadt statt – auf einer Barge, die am Flussbahnhof am Dnepr festgemacht war. Für die Teilnehmer wurde auf dem Deck ein vollwertiger Ring sowie ein Podium eingerichtet, und die Kämpfer selbst wurden mit Booten zum Veranstaltungsort gebracht. Dieses Format verwandelte das Sportereignis in ein spektakuläres Show, das Kampfdisziplin und die Atmosphäre eines Flussfestes verbindet.

Programm aus zehn Kämpfen und ein Ritter-Prolog

Im Programm des Turniers waren zehn spektakuläre Kämpfe in verschiedenen Disziplinen angekündigt. Den Wettbewerb eröffneten Kämpfer in echten Ritterrüstungen – ein ungewöhnlicher Prolog, der den historisch-kämpferischen Ton des gesamten Abends setzte. Danach sahen die Zuschauer eine Reihe von Begegnungen in verschiedenen Formaten des Faustkampfes. Laut Organisatoren endeten die meisten Kämpfe bereits in der ersten Runde vorzeitig, was das hohe Niveau der Vorbereitung der Veteranen und die Härte ihres Stils unterstreicht.

Titelkampf: Universalität gegen Technik

Das zentrale Ereignis des Abends war der Titelkampf in der Gewichtsklasse bis 77 kg. Um den Championgürtel traten zwei Kämpfer mit unterschiedlichem Hintergrund an: Wladyslaw „Lawrucha“ Lawrynenko aus dem 1. Korps der NGU „Asow“ und Wladyslaw Krawtschuk aus der Spezialeinheit „Triton“ des HAU der Ukraine. Lawrynenko stützt sich auf eine Basis des Mixed Martial Arts (MMA), während Krawtschuk Champion der Ukraine im Kickboxen ist. So wurde der Hauptkampf des Abends zum Duell zwischen Universalität und reiner Technik.

K.o. in der dritten Runde und der goldene AK-47

Der Titelkampf dauerte alle drei Runden und wurde nicht, anders als die meisten Begegnungen im Programm, bereits in der ersten Runde entschieden. Die dritte Runde war der Wendepunkt: Lawrynenkos Gegner wurde zu Boden gebracht (K.o.) und weigerte sich danach, den Kampf fortzusetzen. Infolgedessen verteidigte „Lawrucha“ erneut den Meistertitel und gewann den Hauptpreis des Turniers – den goldenen AK-47.

Botschaft an die Kameraden in Gefangenschaft

Nach dem Sieg widmete Lawrynenko das Ergebnis seinen Kameraden, die in russischer Gefangenschaft gehalten werden. „Ich werde kämpfen, bis der letzte Kamerad aus der russischen Gefangenschaft befreit ist“, erklärte der Kämpfer nach der Titelverteidigung. Diese Erklärung verwandelte den sportlichen Erfolg in eine öffentliche Botschaft und wurde zum emotionalen Höhepunkt des Abends.

Es ist erwähnenswert, dass die Liga M13 FIGHTS im Format einer Serie von Turnieren in verschiedenen Städten der Ukraine arbeitet: Zuvor hatte eine Begegnung in Chmelnyzkyj die Saison eröffnet, und der Kampf auf der Barge in Kiew wurde zur sechsten Veranstaltung im Rahmen der Veteranenliga. Das Format der „militärischen“ Faustkämpfe zieht weiterhin sowohl das Interesse des Sport- als auch des öffentlichen Publikums auf sich und verbindet das Wettkampfprogramm mit einer patriotischen Botschaft.