SSO-Veteran und Gründer der Veteranen-Liga M13 FIGHTS, Artem Grot, hat öffentlich das Schlüsselprinzip seines Projekts erläutert: An den Turnieren dürfen ausschließlich aktive Soldaten und Veteranen des russisch-ukrainischen Krieges teilnehmen. Nach seinen Worten ist dies keine formale Einschränkung, sondern ein grundlegendes Merkmal des Formats, das M13 FIGHTS von klassischen Sportwettkämpfen unterscheidet, bei denen zivile Sportler in den Ring oder Oktagon steigen. Grot betont, dass es für einen Menschen mit Kampferfahrung nur dann sinnvoll ist, gegen jemanden anzutreten, der denselben Weg gegangen ist.
Ein Format, das nur für Militärs und Veteranen konzipiert ist
Wie Grot erklärte, kann ein Soldat, der Kampferfahrung gesammelt, Verletzungen erlitten und den Verlust von Freunden miterlebt hat, objektiv nicht bequem mit einem Menschen sparringen oder gegen ihn antreten, der all das nicht durchlebt hat. „Ein Soldat, der Kampferfahrung, Verletzungen und den Verlust seiner Freunde erlebt, kann danach schwer gegen einen Menschen sparringen oder antreten, der all das nicht durchgemacht hat", so der Ligagründer. Nach seiner Überzeugung schafft M13 FIGHTS eine Umgebung, in der alle Teilnehmer einen ähnlichen Weg gegangen sind und einander daher ohne weitere Erklärungen verstehen.
Warum Zivilisten im Ring nichts zu suchen haben
Die zentrale Argumentation Grots stützt sich auf die Idee der Gleichheit der Gegner. „Ihm ist es am angenehmsten, gegen einen ebenbürtigen Gegner zu kämpfen und von einem ebenbürtigen Gegner zu verlieren, nicht aber von einem Zivilisten", betonte der SSO-Veteran. Das Verbot der Teilnahme von Zivilisten schützt nach seiner Logik die Kämpfer selbst vor psychischem Unbehagen und vor dem Gefühl eines ungerechten Zusammentreffens mit einem Menschen, der keine vergleichbare Kampferfahrung und kein vergleichbares Leben hat. Die Liga funktioniert nach dem Konzept des Gründers als geschlossene Gemeinschaft Gleichgesinnter und nicht als offene Sportorganisation.
Kanalisation von Aggression und sportliche Konfliktlösung
Einen besonderen Akzent setzte Grot auf die psychologische Funktion der Turniere: Die Wettkämpfe ermöglichen es, angesammelte Emotionen und Aggressionen sicher zu kanalisieren, die sich bei Menschen, die Kampfhandlungen durchlebt haben, unausweichlich aufstauen. Darüber hinaus verknüpft der Ligagründer das Projekt direkt mit der Verhinderung realer Konflikte innerhalb militärischer Einheiten. „Wenn ein Konflikt unter Kameraden über das Wort hinausgeht, dann klärt ihr das bei uns in der Liga mit bloßen Fäusten oder eins gegen eins in den Einheiten, aber ohne Waffen", fasste er zusammen und betonte, dass alle Streitigkeiten zwischen Militärs ausschließlich auf sportlichem Weg und nicht mit Waffen beigelegt werden müssten.
Ungewöhnliche Locations: von einer Barke in der Mitte des Dnepr bis zum Luftschiff
Neben der ideologischen Begründung des Formats sticht M13 FIGHTS auch durch die Wahl der Locations hervor. Zuvor hatte die Liga ein Turnier auf einer Barke in der Mitte des Dnepr ausgetragen – mit der Teilnahme von Veteranen, zehn Kämpfen und einer Zeremonie, bei der der Sieger ein goldenes AK-47 in die Hände bekam. In Chmelnyzkyj, so Medienberichten zufolge, eröffnete die Liga die Saison mit einem Faustkampfturnier zwischen Militärs. Dabei schließt Grot auch noch ungewöhnlichere Szenarien nicht aus – darunter Kämpfe auf einem Luftschiff, was auf das Bestreben der Organisatoren hinweist, das Format über die Grenzen gewöhnlicher Sportarenen hinaus zu führen.
Die Position von Artem Grot lässt sich somit darauf reduzieren, dass M13 FIGHTS nicht einfach ein Sportereignis ist, sondern eine spezialisierte Umgebung für Militärs und Veteranen, in der Gleichheit der Kampferfahrung, psychische Sicherheit und sportliche Konfliktlösung die wichtigsten Teilnahmebedingungen sind.