In Peking startet ein Großereignis, das die Vorstellung von den Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz und Robotik verändern wird. Die Zweiten Weltspiele für humanoide Roboter, die ab dem 14. August 2026 stattfinden, vereinen Teams aus 16 Ländern und sechs Kontinenten. Die Organisatoren versprechen 1301 Matches in 51 Disziplinen – vom Fußball und Laufen bis hin zu häuslichen Szenarien und industriellen Tests. China als Gastgeberland stellt eine Rekordzahl an Teilnehmern: 157 Unternehmen, 641 Teams und 1975 Roboter.
Erweitertes Programm: vom Sport bis zum Alltag
Das Wettkampfprogramm wurde im Vergleich zum Vorjahr erheblich erweitert. Zum ersten Mal sind Weitsprung, Gewichtheben (mit Titelkämpfen in der Leicht- und Schwergewichtsklasse am 24. August), Tauziehen und Tischtennis enthalten. Tanzdisziplinen – Straßen-, Gesellschaftstänze und Cheerleading – werden nun von 108 Teams vertreten (im Vorjahr waren es 29). Freestyle-Kämpfe finden in drei Gewichtsklassen statt: 40 kg, 58 kg und 80 kg.
Besonderes Augenmerk liegt auf häuslichen und industriellen Szenarien. Die Tests umfassen neun Bereiche: Haushalt, Hotels, Industrieanlagen, Rettungseinsätze, Logistik, Bibliotheken, Einzelhandel, Bürodienste und das Aufladen von Fahrzeugen. Beispielsweise müssen die Roboter im Dexterous Hand Challenge die Präzision ihrer Manipulationen demonstrieren: Werkzeugmontage, Abwiegen von Pulver, Zusammenbau von Blöcken, Nägel einschlagen, Flaschen öffnen, Auspacken und Anschließen von Kabeln. Die Disziplin Integrated Five Challenge erfordert das Tragen von Lasten und das Zurücklegen einer 100-Meter-Distanz.
Neue Regeln zur Autonomie und Schiedsrichterei
Die aktuellen Wettkämpfe zeichnen sich durch strengere Vorschriften aus. Die Zeitbegrenzung für den 100-Meter-Lauf wurde von drei auf eine Minute reduziert, für 400 Meter von 15 auf fünf Minuten und für 1500 Meter von 40 auf 15 Minuten. Laufwettbewerbe müssen vollständig autonom ohne Fernsteuerung stattfinden (außer beim Hindernislauf über 100 und 400 Meter). In szenischen Disziplinen erhält die autonome Ausführung einen Gewichtungsfaktor von 1,0, während die Steuerung durch einen Operator auf einen Faktor von 0,5 begrenzt ist.
Auch die Regeln im Fußball wurden verschärft: Ein Tor zählt nur, wenn mindestens zwei Teammitglieder den Ball während des Angriffs berührt haben. Der Schiedsrichterkörper besteht aus 223 Schiedsrichtern, darunter 28 internationale Schiedsrichter, 75 nationale und 120 Schiedsrichter der ersten Kategorie. Zur Beilegung von Streitigkeiten wurde eine erweiterte Schiedskommission hinzugezogen.
Widersprüchliche Daten
Laut Quelle nehmen Teams aus 16 Ländern und sechs Kontinenten teil, einschließlich USA, Brasilien, Deutschland und Japan. In einigen Berichten wird jedoch erwähnt, dass die Anzahl der Länder höher sein könnte und einige Teams aus Europa und Asien ihre Teilnahme noch nicht bestätigt haben. Es gibt auch Diskrepanzen bei der Anzahl der Roboter: Einige Quellen nennen 1975 Roboter, andere bis zu 2000. Diese Widersprüche könnten auf letzte Änderungen in der Teilnehmerliste oder technische Probleme bei der Registrierung zurückzuführen sein.
Bedeutung des Ereignisses für die Zukunft der Robotik
Die Zweiten Weltspiele für humanoide Roboter sind nicht nur ein sportlicher Wettkampf, sondern ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der künstlichen Intelligenz und Robotik. Erfolge bei diesen Spielen könnten als Katalysator für die Einführung von Robotern im Alltag dienen, von der Industrie bis zum Haushalt. Die Organisatoren hoffen, dass diese Spiele zu einem regelmäßigen Ereignis werden, das Innovationen und Wettbewerb im Bereich der Robotik stimulieren wird.