Im Ukrainischen Olympischen Komitee (NOK) fand die zweite Sitzung der überarbeiteten Athletenkommission statt, auf der ein neues Führungsgremium bestätigt wurde. Die wichtigste Nachricht der Sitzung war die Wahl des renommierten ukrainischen Schwimmers Mychajlo Romanjuk zum Vorsitzenden der Kommission für eine vierjährige Amtszeit – von 2026 bis 2030.

Neue Führung und Zusammensetzung der Kommission

Zu Romanjuks Stellvertreterin wurde Marta Fedina gewählt, die das Kunstschwimmen vertritt. In das Führungsgremium für die vierjährige Amtszeit wurden acht weitere bekannte ukrainische Sportler aufgenommen, deren Portfolio sowohl Sommer- als auch Wintersportarten umfasst. Die überarbeitete Athletenkommission ist somit als übergreifendes Gremium zusammengesetzt, das Vertreter verschiedener olympischer Disziplinen vereint.

Position des neuen Vorsitzenden

Auf seinen Social-Media-Kanälen bedankte sich Romanjuk bei den Mitgliedern der Kommission für ihre Unterstützung und Bereitschaft, „als ein Team“ zu arbeiten. „Vor uns liegt eine große Verantwortung und noch mehr Aufgaben. Ich möchte, dass die Kommission eine Plattform ist, auf der die Stimme der Athleten echte Kraft hat und Ideen in konkrete Entscheidungen und Veränderungen umgesetzt werden“, erklärte der neue Vorsitzende. Diese Worte geben den Ton seiner Absichten vor: die Kommission von einem formellen Gremium in ein Instrument echten Einflusses der Sportler auf die Sportpolitik des Landes zu verwandeln.

Aufgaben für die vierjährige Amtszeit

Die Hauptaufgaben des überarbeiteten Gremiums werden der Schutz der Interessen der ukrainischen Olympiasportler und die Festlegung der wichtigsten Entwicklungsrichtungen der Sportgemeinschaft des Landes sein. In einer Zeit, in der der ukrainische Sport eine Anpassungsphase an neue Realitäten durchläuft, gewinnt die Rolle der Athletenkommission als Stimme der Sportler selbst innerhalb des NOK besondere Bedeutung. Gerade über diesen Kanal sollen Positionen zu Fragen geformt werden, die die Athleten unmittelbar betreffen.

Kontext: Streit um die Rückkehr Russlands in den Sport

Die Ernennung erfolgt vor dem Hintergrund laufender Diskussionen in der ukrainischen Sportgemeinschaft. Zuvor hatte der renommierte Judoka Zantaraa öffentlich über das Fehlverhalten ukrainischer Beamter bei der Rückkehr Russlands in den internationalen Sport empört reagiert. Dieser Vorfall unterstreicht, wie sensibel das Thema der Teilnahme russischer Sportler bleibt und wie dringend ein unabhängiges Echo der Athleten innerhalb der nationalen olympischen Strukturen gebraucht wird.