Der Cheftrainer des scharoschkowschen Vereins Polissya, Ruslan Rotan, konnte seine Emotionen nach der vernichtenden Niederlage gegen den dänischen Verein Kopenhagen in der Conference League nicht zurückhalten. Während der Pressekonferenz nach dem Spiel kritisierte der Trainer scharf das Verhalten seiner Schützlinge, bezeichnete ihre Fehler als „kindisch' und kündigte an, die Disziplin im Team drastisch verschärfen zu müssen.

Das Endergebnis der Serie (3:3, 1:2) markierte das Ende der Europacampagne des ukrainischen Vereins in der Saison 2026/27. Obwohl die Spieler aus Schytomyr im Verlauf der Spiele eine Leistung zeigten, die nach Ansicht Rotans zum Weiterkommen hätte führen müssen, blieb die Umsetzung bei null.

„99%ige Gewissheit' bei Schiedsrichterfehlern und nicht genutztem Potenzial

Der Experte äußerte tiefe Enttäuschung über das Ergebnis und stellte fest, dass die Mannschaft während der Spiele eine klare Überlegenheit hatte, diese jedoch nicht in Punkte umsetzen konnte.

„Ich bin zu 99 % überzeugt, dass wir gegen diese Mannschaft hätten weiterkommen müssen, wenn man beide Spiele betrachtet. Es ist schade um dieses nicht genutzte Potenzial. Wenn man über die gesamte Spielzeit eine solche Überlegenheit hat, muss man das in Tore verwandeln. Aber wir haben wieder keine Schlüsse aus früheren Fehlern gezogen und sind zu 100 Prozent Kinder geblieben', betonte Rotan.

Besonders bitter war der ungeplante Personalausfall. Eduard Sarapij verletzte sich buchstäblich vor dem Anpfiff und konnte nicht an der entscheidenden Begegnung teilnehmen, was der Mannschaft eine wichtige Stütze kostete.

Die Rückkehr der „Peitsche' und Probleme mit der Disziplin

Hauptthema des Gesprächs des Trainers mit der Presse war die Disziplin. Rotan gab zu, dass er versucht hatte, mit verschiedenen Methoden bei den Spielern anzukommen, aber der fehlende Fortschritt in den Spielen ihn zwingt, seinen Ansatz zu ändern. Der Trainer erklärte direkt die Rückkehr zu strengen Erziehungsmethoden, die im ukrainischen Fußball oft als „Peitsche' bezeichnet werden.

„Was mich beunruhigt, ist, dass dieselben Leute auf dem Training dieselbe Peitsche erhalten, die wir in der Ukraine nicht mögen: Man weist ihnen immer wieder auf Fehler hin... Und dann passiert in solchen Spielen so etwas. Wenn man den Ratschlägen nicht folgt, stimmt etwas nicht mit der Disziplin. Was die spielerische Disziplin betrifft, wird man jetzt viel härter mit den Spielern vorgehen müssen', fasste der Experte zusammen.

Jetzt steht der Verein aus Schytomyr vor der Aufgabe, die Arbeit des Teams umzustrukturieren und zu beweisen, dass aus dieser Niederlage Schlüsse gezogen wurden.