In der Welt des Profibasketballs ist ein Ereignis geschehen, das die Geschichte der Liga für immer verändern wird. Russell Westbrook, einer der strahlendsten, energiegeladensten und kontroversesten Spieler des 21. Jahrhunderts, hat offiziell das Ende seiner Profikarriere angekündigt. Der 37-jährige Point Guard, Gewinner des MVP-Awards und absoluter Rekordhalter der NBA bei Triple-Doubles, hat sich entschieden, die Turnschuhe an den Nagel zu hängen, nachdem er 18 Saisons auf dem Parkett verbracht hat.

Emotionaler Abschied und Verzicht auf Geld

Westbrook gab seinen Rücktritt in den sozialen Medien bekannt und wählte dafür ein ungewöhnliches Format. Der Basketballspieler veröffentlichte ein Video, das von dem bekannten Hollywood-Schauspieler Michael B. Jordan gesprochen wurde, der die Stimme dieses emotionalen Abschiedsbriefes war. Russell selbst sprach im Video kein Wort und beschränkte sich auf eine knappe, aber tiefgründige Bildunterschrift: „Manchmal weiß man gar nicht, dass man das Finale bereits gesehen hat. Man muss dort sein. Und jetzt ist alles vorbei“.

Laut dem renommierten Insider Shams Charania wurde Westbrooks Entscheidung nicht durch das Fehlen von Angeboten diktiert, sondern durch den inneren Wunsch, zu gehen. In diesem Sommer, im Sommer 2026, hatte der erfahrene Guard echte Optionen, in einer 19. Saison weiterzuspielen. Die Vereine „Sacramento Kings“ und „Washington Wizards“ waren bereit, einen Vertrag mit ihm zu unterschreiben, doch die NBA-Legende entschied sich dafür, ihren Karrieren auf dem Höhepunkt ihrer Form einen Punkt zu setzen, anstatt allmählich zu verblassen.

Die letzte Saison bei den „Sacramento Kings“

Seine finale Saison 2025/26 verbrachte Westbrook in den Reihen der „Sacramento Kings“. Trotz seines Alters blieb er ein Schlüsselspieler der Mannschaft und stand in 58 von 64 Spielen der regulären Saison in der Startaufstellung. Seine Statistik in der letzten Saison – 15,2 Punkte, 6,7 Assists und 5,4 Rebounds im Schnitt pro Spiel – zeugt davon, dass er weiterhin ein effektiver Spieler war, der in der Lage war, das Spieltempo zu diktieren und Momente für seine Teamkollegen zu schaffen.

Der Weg von den „SuperSonics“ zur ewigen Ehre

Russell Westbrooks Weg in die NBA begann im Jahr 2008, als er in der 4. Runde des Drafts von den „Seattle SuperSonics“ ausgewählt wurde. Kurz darauf zog der Verein nach Oklahoma City um und änderte seinen Namen in „Oklahoma City Thunder“. Genau bei den „Thunder“ verbrachte Westbrook die ersten 11 Jahre seiner Karriere und formte ein Sternenduo mit Kevin Durant, das der Mannschaft regelmäßige Playoff-Teilnahmen einbrachte.

Der höchste individuelle Punkt in Russells Karriere war die Saison 2016/17. Damals ging er als nur der zweite Spieler nach Oscar Robertson in die Geschichte ein, der im Schnitt über die gesamte reguläre Saison ein Triple-Double erreichte (31,6 Punkte, 10,7 Rebounds und 10,4 Assists). Im selben Jahr stellte er den Rekord für die Anzahl der Triple-Doubles in einer Saison auf (42) und erhielt zurecht die MVP-Trophäe der Liga.

Erbe und Umzüge

In 18 Jahren in der NBA hatte Westbrook Zeit, für viele Mannschaften zu spielen und in der Geschichte jeder von ihnen Spuren zu hinterlassen. Neben „Oklahoma“ umfasste seine Karriere Auftritte für „Houston Rockets“, „Washington Wizards“, „Los Angeles Lakers“, „Los Angeles Clippers“, „Denver Nuggets“ und die seinen Weg beendenden „Sacramento Kings“. Seine einzigartige Energie, seine Fähigkeit zu unglaublichen Finten und seine Führungsqualitäten machten ihn zu einem der am besten erkennbaren Spieler der Gegenwart.