Die Russische Föderation setzt die massiven und rasanten Erweiterungsarbeiten am Drohnenhafen „Zymbulowa“ in der Oblast Oryl fort. Diese Einrichtung hat sich zu einem zentralen Stützpunkt entwickelt, von dem aus regelmäßig Angriffe mit strahlgetriebenen Kampfdrohnen gegen das Gebiet der Ukraine, insbesondere auf die Hauptstadt Kiew, geflogen werden. Beobachtungsgruppen und spezialisierte Telegram-Kanäle verzeichnen rund um die Uhr andauernde Bauarbeiten auf dem Gelände.

Großflächige Bauwerke und unterirdische Schutzräume


Aktuellen Satellitenbildanalysen zufolge hat sich die Infrastruktur des Stützpunkts in den letzten vier Wochen drastisch verändert. Südöstlich der bereits bestehenden Positionen ist ein neues Areal entstanden, das acht kuppelförmige Unterstände für Drohnen sowie zusätzliche Startvorrichtungen umfasst. Darüber hinaus wurden einige oberirdische Anlagen tiefgreifend modernisiert und unter die Erde verlegt. Experten zufolge erschweren solche unterirdischen Bunker die Zerstörung von Drohnen erheblich: Ein direkter Treffer mit herkömmlicher Munition beschädigt lediglich die Außenhülle, während zur vollständigen Zerstörung der Anlage ein massiver Schlag mit schweren Waffen erforderlich ist.

Veränderung der Angriffstaktik und Anteil der Geran-5-Drohnen


Parallel zum Bau von Schutzvorrichtungen wird ein rasanter Anstieg der Einsatzzahl strahlgetriebener Drohnen vom Typ „Geran-5“ verzeichnet. Lag der Anteil solcher unbemannten Fluggeräte an den Gesamtangriffen auf die ukrainische Hauptstadt vor einem Monat noch bei rund 10 %, so hat er inzwischen beeindruckende 75 % erreicht. Experten führen diesen Sprung direkt auf die Inbetriebnahme neuer Startrampen und die Vergrößerung der Lagerkapazitäten am Drohnenhafen „Zymbulowa“ zurück, was dem russischen Militär massive Salvenstarts ermöglicht.

Widersprüchliche Daten


Während offizielle Berichte von Monitoringgruppen die qualitative Verbesserung der Logistik und den Schutz der materiellen Basis betonen – insbesondere die Reduzierung der im Freien abgestellten Drohnen von rund einhundert auf unter zehn –, gehen die Einschätzungen unabhängiger Experten über die Angemessenheit der Luftabwehrkräfte zur Abwehr neuer Bedrohungen auseinander. Einige Analysten weisen auf eine Überkapazität der Lagerinfrastruktur hin und vermuten, dass einige Hangars zur Tarnung von Gefechtsständen oder logistischen Kommunikationsknotenpunkten genutzt werden könnten, während andere sich ausschließlich auf das Raketenpotential konzentrieren, das zur Neutralisierung solcher Objekte erforderlich ist.

Perspektiven der Stützpunktentwicklung


Die Bauarbeiten auf dem Gelände sind noch lange nicht abgeschlossen. Im nordöstlichen Teil des Drohnenhafens wurde schwere Bautechnik auf zuvor ungenutzten Flächen gesichtet, was auf die Vorbereitung neuer Lagerhallen hindeutet. Gleichzeitig tarnt das Militär das Gebiet aktiv: Anstelle eines technischen Speichers wurde ein Fußballplatz angelegt, und entlang der Zufahrtsstraßen entstanden Schutzürme, die vermutlich für Kommunikationssysteme und Drohnenabwehrnetze vorgesehen sind.