In der Nacht zum 2. September 2026 flog Russland einen der umfangreichsten kombinierten Schläge der vergangenen Wochen gegen die Ukraine und setzte dabei ballistische Raketen, Luft-Luft-Raketen und mehr als 170 Angriffsdrohnen ein. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Verweis auf die Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine. Bis zum Morgen des 2. September hatten die Luftverteidigungssysteme 141 feindliche Ziele zerstört oder unterdrückt, doch Trümmerteile von Raketen und abgeschossenen Drohnen fielen in mindestens 16 Orten herab, wobei erhebliche Zerstörungen in Odessa und Kiew festgehalten wurden.

Umfang und Zusammensetzung des Nachtschlags

Laut den Luftstreitkräften der ukrainischen Streitkräfte umfasste der Angriff zwei ballistische Raketen des Typs „Iskander-M“, die vom Gebiet der vorübergehend besetzten Krim aus gestartet wurden, sowie zwei gelenkte Luft-Luft-Raketen Ch-59/69, die aus dem Luftraum über dem Schwarzen Meer abgefeuert wurden. Parallel dazu startete Russland 174 Angriffsdrohnen gegen die Ukraine. Damit setzte der Gegner mehrere Klassen von Waffensystemen gleichzeitig ein, was charakteristisch für die Taktik kombinierter Schläge ist, die darauf abzielt, die Luftverteidigungssysteme zu überlasten.

Angriffsrichtungen und Hauptziele

Die Drohnen flogen aus drei Richtungen – aus Orjol, aus dem vorübergehend besetzten Donbass und aus Gwardijski auf der besetzten Krim. Hauptziele des Nachtschlags waren die Oblaste Odessa und Kiew. Ein Teil der feindlichen Waffensysteme erreichte die vorgesehenen Ziele nicht; die Umstände hierfür werden nach den vorliegenden Angaben noch geklärt. Trümmerteile von Raketen und abgeschossenen Drohnen wurden in 16 Orten festgehalten, in vier weiteren Orten wurde das Herabfallen von Trümmern abgeschossener Ziele registriert.

Arbeit der Luftverteidigung und vorläufige Bilanz

Bis 08:30 Uhr am 2. September hatten die Luftverteidigungssysteme 141 feindliche Ziele zerstört oder unterdrückt, darunter drei Köderdrohnen des Typs S8000 „Bandierol“ und 138 Geräte der Typen Schahed, „Gerber“ sowie Drohnen anderer Bauarten. Am Morgen des 2. September brach im Golosejewski-Bezirk von Kiew nach dem Herabfallen von Trümmern einer abgeschossenen Drohne ein Feuer aus; nach den vorliegenden Informationen wurde am Vorabendabend im selben Bezirk ein ähnliches Feuer festgehalten, während im Solomjanski-Bezirk damals ein Privathaus in Brand geriet.

Widersprüchliche Angaben

In den Veröffentlichungen verschiedener Medien sind Abweichungen in den Zahlen zu beobachten, was für eine operative Zusammenfassung, die in den ersten Stunden nach dem Schlag erstellt wird, typisch ist. RBC-Ukraine und eine Reihe anderer Quellen nennen 174 Drohnen und 141 abgeschossene Ziele (einschließlich 138 Angriffsdrohnen), während die Zeitung „Korrespondent“ von der Zerstörung von 130 Drohnen und einer Rakete Ch-59 berichtet. Außerdem erscheint in der Schlagzeile des RBC-Artikels die Formulierung „nahezu 200 Drohnen“, die mit der exakten Zahl von 174 im Text nicht übereinstimmt. Die Unterschiede lassen sich vermutlich durch unterschiedliche Erfassungszeitpunkte und Zählmethoden erklären (Angriffsdrohnen versus Köderdrohnen sowie abgeschossene Raketen). Die genauen Endzahlen wurden zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels offiziell noch nicht konsolidiert.

Folgen für Odessa und Kiew

Odessa erlitt in der Nacht zum 2. September erhebliche Zerstörungen. Laut der Odessker Oblast-Militärverwaltung wurden ein 24-stöckiges Wohngebäude, Bürogebäude und zwei Bildungseinrichtungen beschädigt. In Kiew äußerte sich der Schlag in Form von Bränden durch das Herabfallen von Trümmern abgeschossener Drohnen in den Golosejewski- und Solomjanski-Bezirken. Die vollständige Schadensbewertung und das Vorhandensein von Verletzten werden zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels noch geklärt.