Der Sprecher der Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine, Juri Ignat, warnte im Rahmen eines Telethrons, dass der Gegner eine neue Welle von Schlägen auf das Territorium des Landes gleichzeitig aus mehreren Richtungen vorbereitet. Seinen Worten zufolge lief zum Zeitpunkt seiner Aussage bereits ein Drohnenschlag auf die Oblast Odessa, und die Bedrohung bestand auch für andere Regionen. „Es gibt Informationen, dass der Feind heute sowohl aus dem Norden als auch aus dem Osten angreifen könnte“, bemerkte Ignat und fügte hinzu, dass die Angriffe den ganzen Tag über andauern könnten.
Taktikwechsel: von Strahl- zu Benzin-„Scheheds“
Ignat erläuterte, dass der Gegner einen großen Vorrat an Drohnen mit Verbrennungsmotoren – nicht-strahlgetriebenen Angriffsdrohnen – angehäuft hat, die in letzter Zeit am aktivsten eingesetzt werden, vor allem gegen die westlichen Gebiete der Ukraine. Seinen Worten zufolge setzte der Feind Ende August massenhaft gerade Strahldrohnen ein und versuchte damit Kiew und die Oblast Kiew zu erreichen: Im August wurden rekordverdächtige 2800 solcher Geräte registriert, im Juli 1500 und im Juni 350. Ignat vermutete, dass der Gegner, nachdem er erhebliche Vorräte an Strahl-Drohnen aufgebraucht hatte, zum Start von Wellen gewöhnlicher „Scheheds“ überging, da Strahldrohnen in der Regel nicht in der Lage sind, solche großen Entfernungen zu den westlichen Regionen zu überwinden.
Abschussquoten und verwundbare Objekte
Nach Einschätzung von Ignat liefern die Beschützer des Himmels Ergebnisse, die einer Abschussquote von 90–100 Prozent bei nicht-strahlgetriebenen Drohnen nahekommen, doch die verbleibenden Prozentanteile dringen dennoch zu Logistikrouten, Eisenbahnlinien und anderen Objekten durch. Zur Neutralisierung der Bedrohung werden Luftwaffe, Luftabwehrsysteme, Bodentruppen und das gesamte integrierte System der Luftverteidigung eingesetzt. Dabei betonte er, dass das Territorium der Ukraine zu groß sei, um alle Angriffsrichtungen vollständig abzuschneiden, und dass die Abschussquote für Strahl-Drohnen niedriger ist, da solche Ziele schwerer abzufangen sind.
Widersprüchliche Daten
Die von Ignat genannten 90–100 Prozent Abschussquote beziehen sich auf die konkrete Kategorie der nicht-strahlgetriebenen „Scheheds“ und sind ein Selbstbericht des Sprechers, der in den vorliegenden Materialien nicht durch eine unabhängige Zählung bestätigt wird. Zum Vergleich: Nach Daten vom 10. September wurden 149 Drohnen eingesetzt, von denen die Luftabwehr 128 neutralisierte – etwa 86 Prozent, was unter der oberen Grenze des angegebenen Bereichs liegt. Der Unterschied erklärt sich durch die Zusammensetzung der Angriffswelle: In gemischte Wellen gehören Strahl-Drohnen und Drohnen-Imitatoren, die den Gesamt-Abschussprozentsatz senken. Somit hängt die Diskrepanz in den Zahlen von der Abdeckung verschiedener Drohntypen und dem Beobachtungsdatum ab und nicht von einem direkten Widerspruch in den Fakten.
Empfehlungen für die Bevölkerung
Ignat rief dazu auf, auch bei Bedrohung durch nicht-strahlgetriebene Drohnen in den Schutzbunkern zu bleiben, da diese in mehreren Wellen eintreffen können und es im Laufe des Tages viele Sirenenalarme geben kann. Zur Erinnerung: Am 13. September wurden infolge eines Luftangriffs auf Odessa mindestens 20 Menschen verletzt, darunter zwei Kinder, und in der Nacht zum 14. September führten die russischen Truppen einen weiteren massiven Drohnenschlag durch, wobei „Scheheds“ (einschließlich Strahlversionen), „Herbere“ und Drohnen-Imitatoren „Parodie“ eingesetzt wurden.