In der Nacht auf den 29. Juli sah sich die Ukraine einem massiven Luftangriff ausgesetzt. Laut den Luftstreitkräften der ukrainischen Streitkräfte feuerte Russland 229 Kampfdrohnen auf das Territorium des Landes ab. Dies ist einer der größten Drohnenangriffe in letzter Zeit.

Umfang und Charakter des Angriffs

Der Angriff erfolgte aus allen Richtungen: von Norden, Osten und Süden. Im Arsenal der russischen Streitkräfte befanden sich verschiedene Drohnentypen, darunter:

  • 80 Drohnen vom Typ Shahed (einschließlich reaktiver Modifikationen);
  • Drohnen der Typen „Gerbera“ und „Italmas“;
  • Loitering Munition „Banderoles“;
  • Imitationsdrohnen vom Typ „Parodia“.

Zielregionen waren Gebiete an der Grenze zu Russland: Orel, Kursk, Brjansk sowie das Primorsko-TOR und die Autonome Republik Krim.

Ergebnisse der Luftabwehr

Bis 08:00 Uhr hatte die ukrainische Luftabwehr 65 feindliche Drohnen abgeschossen oder neutralisiert. Trotz der Bemühungen der Verteidiger wurden Treffer von 14 Kampfdrohnen an 10 Standorten registriert. Außerdem fielen Trümmerteile abgeschossener Drohnen auf zwei weiteren Gebieten.

Die Luftstreitkräfte der Ukraine warnten, dass der Angriff andauert und sich weiterhin Ziele in der Luft befinden. Die Zivilbevölkerung wurde aufgefordert, die Sicherheitsvorschriften einzuhalten.

Kontext: Serie von Angriffen

In der Nacht vom 28. Juli hatte Russland die Ukraine bereits mit 131 Kampfdrohnen angegriffen. Auch damals gelang es der Luftabwehr, die meisten Ziele zu neutralisieren, doch Schäden und Opfer wurden registriert.

Am Tag des 28. Juli wurden in der Oblast Nikolajew Angriffe mit „Shaheds“, „Banderoles“ und KABs durchgeführt. Dabei wurden Infrastruktureinrichtungen, einschließlich eines Hafens und eines Industrieunternehmens, beschädigt. Es gab Verletzte unter der Zivilbevölkerung.

Besonders hervorgehoben wird, dass russische Streitkräfte einen Luftangriff auf eine Gruppe von Rettungskräften des GSSCH in der Oblast Saporischschja verübten. Der Vorfall ereignete sich während der Bekämpfung eines Brandes, der nach dem vorherigen Angriff entstanden war.

Was kommt als Nächstes?

Die Lage bleibt angespannt. Die Luftstreitkräfte führen weiterhin Überwachung des Luftraums und Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung durch. In den kommenden Stunden werden voraussichtlich die Daten zu Verlusten und Schäden präzisiert.