Am 12. August 2026 trafen Einheiten der Verteidigungskräfte der Ukraine im Rahmen einer gemeinsamen Operation die Marinebasis in Noworossijsk im Krasnodar-Krai. Laut offiziellen Angaben Kiews wurden vier Kriegsschiffe getroffen: die Fregatten der Projekt 11356R „Admiral Makarow“ und „Admiral Essen“, das kleine Raketenboot der Projekt 21631 „Bujan-M“ und der Patrouillenkreuzer der Projekt 22160 „Basili Bujkow“. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte, dass die Operation in einer Entfernung von mehr als 300 Kilometern zur Frontlinie mit Hilfe von Strahlraketendrohnen „Palanyzja“, Raketen „Neptun“ und unbemannten maritimen Systemen durchgeführt wurde. Nun, eine Woche später, liegen erste Daten über den tatsächlichen Umfang der Schäden an den Fregatten vor – den Schiffen, die die Hauptstreitwaffen der Schwarzmeerflotte tragen.

Satellitenbilder und Starteinrichtungen für „Kalibr“

Das Portal „Militarnyj“, auf das RBC-Ukraine verweist, analysierte Materialien von OSINT-Forschern von Absolutely Reliable Source, die ein Satellitenbild der Basis in Noworossijsk veröffentlichten. Auf diesem Bild wurden laut Analysten Schäden im Bugbereich der Schiffe festgehalten: Das Deck ist verformt, und vor allem wurde der 8-Zellen-Modul der universellen Schiffsraketenstarteinrichtung UKSK 3S14 zerstört, der speziell für den Start der Lenkflugkörper „Kalibr“ bestimmt ist. Zusätzlich seien laut diesen Angaben das Kampfinformations- und Steuerungssystem „Trebowanije-M“ sowie Radarsysteme, Systeme der elektronischen Kriegsführung und Kommunikation beschädigt. Wenn sich diese Beobachtungen bestätigen, haben beide Fregatten faktisch die Möglichkeit verloren, ihre Hauptstreitwaffen einzusetzen.

Treffer auf das Flaggschiff und Bedrohung des Flottenpotenzials

Besondere Aufmerksamkeit verdient der Zustand des „Admiral Makarow“ – des Flaggschiffs der Schwarzmeerflotte. Laut vorliegenden Angaben traf der Einschlag den Bereich der vertikalen Starteinrichtungen, was zu einer internen Detonation und dem Ausbrennen der Startschächte der UKSK 3S14 führte. Die Analysten weisen auch auf Schäden an Radar, elektronischer Kriegsführung und Kommunikationssystemen hin. Wenn sich die Schäden an den Starteinrichtungen auf beiden Fregatten bestätigen, verliert die Schwarzmeerflotte sofort zwei Hauptträger der „Kalibr“. Nach vorläufiger Schätzung werden beide Schiffe eine lange Reparatur benötigen, und ihre Rückkehr in die kampfbereite Formation kann mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen.

Widersprüchliche Daten

Wesentliche Einschränkung: Der Grad der Schäden an den Fregatten basiert derzeit ausschließlich auf der Analyse eines einzigen Satellitenbildes und wurde von keiner der Seiten offiziell bestätigt – diese Informationen bedürfen weiterer Überprüfung. Außerdem gibt es in den öffentlichen Quellen eine Unstimmigkeit in der Chronologie der wiederholten Treffer der Serie: In einem Absatz des Berichts über den Treffer „Anfang 2026“ wird im Kontext des „Admiral Makarow“ gesprochen, während das beigefügte Foto mit der Beschriftung „Schaden an der Fregatte“ auf März 2026 datiert und als „Admiral Essen“ beschriftet ist. Somit bleibt die genaue Liste der Schiffe, die zuvor bereits Schäden erlitten haben, und ihr aktueller Zustand Gegenstand der Diskussion und ist nicht eindeutig als Tatsache festgehalten.

Kontext: Serie 11356R und die dritte Fregatte

„Admiral Makarow“ und „Admiral Essen“ gehören zur Projekt 11356R „Burewestnik“ – einer Serie von Mehrzweckfregatten, die auf der Basis der Exportschiffe des Typs „Talwar“ gebaut wurden, die für die indische Marine gebaut wurden. Zur Schwarzmeerflotte gehörten drei Fregatten dieser Serie. Das einzige überlebende – „Admiral Grigorjewitsch“ – befindet sich derzeit in der baltischen Region: Zuletzt wurde es festgestellt, als es in der Straße von La-Manch eine Warnsalve auf ein britisches Segelboot abfeuerte, und im April, laut vorliegenden Angaben, eskortierte es mehrere Tanker der „Schattenflotte“ durch die Straße. Der Verlust von zwei von drei Schiffen der Serie reduziert das Raketenpotenzial der russischen Flotte im Schwarzen Meer erheblich.

Wie die Operation durchgeführt wurde

Laut Wolodymyr Selenskyj wurde der Angriff auf Noworossijsk aus einer Entfernung von mehr als 300 Kilometern zur Frontlinie geführt. In der Operation wurden Strahlraketendrohnen „Palanyzja“, Lenkflugkörper „Neptun“ und unbemannte maritime Systeme eingesetzt. Der kombinierte Einsatz von Mitteln verschiedener Klassen ermöglichte es, mehrere große oberflächennahe Schiffe zu treffen, die in der Basis im Kampfdienst standen. Die Ergebnisse des Angriffs, insbesondere der tatsächliche Zustand der Starteinrichtungen der Fregatten, werden mit dem Eingang neuer Satellitendaten und öffentlicher Bestätigungen präzisiert.