In den Schwarzen und Asowschen Meeren findet eine massive Umgruppierung der Kräfte statt. Die Behörden der Russischen Föderation haben dem Drohnenzentrum „Rubikon' den Befehl erteilt, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die sogenannte „Schattenflotte' zu schützen. Diese Informationen stammen von der Partisanenbewegung „ATESH' und wurden von RBC-Ukraine veröffentlicht.
Laut Angaben eines Agenten, der im Hauptquartier der Schwarzmeerflotte Russlands tätig ist, hat das russische Kommando beschlossen, den Schutz von Öltankern und Gasfrachtern drastisch zu verstärken. Für die Durchführung dieser Aufgabe sollen nicht nur reguläre Soldaten, sondern auch Einheiten herangezogen werden, die an anderen Frontabschnitten derzeit kritisch fehlen.
Soldaten an Bord: Ein neues Schutzschema
Der Plan Moskaus sieht vor, bewaffnete Besatzungen direkt auf den Schiffen zu stationieren. Für jeden Tanker sollen bis zu drei Soldaten eingesetzt werden. Diese Gruppen erhalten schweres Gerät zur Abwehr von Angriffen: gepaarte Maschinengewehre, tragbare Flugabwehrraketensysteme (MANPADS) und spezialisierte Luftabwehr-Drohnen.
Ziel dieser Maßnahmen ist es, eine physische Barriere gegen ukrainische Angriffe zu errichten. Wie bei „ATESH' erklärt wurde, versucht der Kreml um jeden Preis, seine „Schattenflotte' zu schützen. Genau diese Schiffe nutzt Moskau aktiv, um internationale Sanktionen zu umgehen, Einnahmen aus dem Erdölexport zu erzielen und militärische Objekte auf vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine mit Treibstoff zu versorgen.
Reaktion auf die Erfolge der Verteidigungskräfte
Die Eile bei der Verstärkung des Schutzes hängt direkt mit der hohen Effektivität der ukrainischen Militäroperationen zusammen. In den letzten 10 Tagen wurden mehr als 136 russische Tanker, die sich illegal in der ausschließlichen Wirtschaftszone der Ukraine befanden, angegriffen. Die Statistik der Verluste zwingt das russische Kommando dazu, seine Schutzstrategie zu überdenken.
Zuvor berichtete RBC-Ukraine über großangelegte Erfolge der Spezialkräfte (SSO). So zerstörten ukrainische Kämpfer am 15. Juli 20 russische Schiffe im Schwarzen Meer. Darüber hinaus wurde bekannt, dass ein russischer Grenzschiff der FSB, die „Ischumrud', von einer Seekampfdrohne versenkt wurde.
Experten stellen fest, dass die anhaltenden Angriffe der ukrainischen Verteidigungskräfte zu einer vollständigen Blockade der russischen Schifffahrt im Asowschen Meer führen könnten, was einen Schlag gegen die Logistik und die Wirtschaft des Kremls bedeuten würde.