Der Dienst RuStore hat zusammen mit der Plattform „VK Musik“ die Ergebnisse einer Studie über die musikalischen Gewohnheiten von Mobile-Gaming-Nutzern veröffentlicht. An der Umfrage nahmen Gamer im Alter von 14 bis 60 Jahren teil, wodurch sowohl junge als auch reifere Zielgruppen erfasst werden konnten. Das wichtigste Fazit: Musik bleibt ein wesentlicher Bestandteil des Spielerlebnisses – 71% der Befragten hören täglich Musik. Darüber hinaus gaben 49% der Teilnehmer an, während des Spielens mindestens einmal neue Titel und Interpreten entdeckt zu haben, wobei dieser Wert bei jungen Spielern im Alter von 14 bis 34 Jahren sogar 58% erreicht.
Von Gamern bevorzugte Genres
Bei den Genre-Präferenzen zeichnet sich ein deutlich energiegeladener, „harter“ Trend ab. Spitzenreiter ist Rock mit 44% der Stimmen, gefolgt von Popmusik (39%). Danach folgen Soundtracks (26%), elektronische Musik (24%) und Metal (24%). Diese Verteilung bestätigt, dass sich das Gaming-Publikum an Musik mit starker Dynamik und Drive orientiert, die gut zum aktiven Spielen passt. Ruhige und langsame Genres schafften es nicht in die Top-Plätze, was die spezifischen Vorlieben der Community unterstreicht.
Top-Interpreten in den Playlists
Unter den Lieblingsinterpreten wurde die Band Korol i Shut zum absoluten Spitzenreiter; zudem schafften es Aria, Kino, Linkin Park, Rammstein, Radio Tapok, Imagine Dragons, BTS und Metallica in die Top-Liste. In der Aufzählung zeigt sich eine bemerkenswerte Kombination aus einheimischem Rock und der globalen Metal-/Rock-Szene sowie die Präsenz von Pop- und K-Pop-Namen, was die breite Geschmacksvielfalt des Publikums widerspiegelt. Die Dominanz von Rockbands im Ranking deckt sich mit den Genre-Präferenzen und prägt den erkennbaren „Sound“ des mobilen Gamers.
Wie das Spiel klingt: Eigene Playlist oder ohne Ton
Fast die Hälfte der Befragten – 48% – zieht es vor, während des Spielens eigene Titel einzuschalten, was sie entweder ständig oder gelegentlich tun. Gleichzeitig entscheiden sich 32% der Teilnehmer dafür, komplett ohne Ton zu spielen und sich auf Spielmechanik und Optik zu verlassen. Musik ist somit für einen beträchtlichen Teil des Publikums nicht nur eine Hintergrundkulisse, sondern ein bewusster Gestaltungselement des Spielerlebnisses, das hilft, sich zu konzentrieren oder im Gegenteil für mehr Drive zu sorgen.
Was gespielt wird: Von Casual bis RPG
Auch bei der Wahl der Spieleprojekte selbst ist das Bild gemischt. Insgesamt bevorzugen 50% der Befragten Puzzles und Casual-Titel, während sich bei der Altersgruppe der 14- bis 34-Jährigen die Prioritäten zu RPGs (37%) und Actionspielen mit Shootern (35%) verschieben. Dies deutet darauf hin, że jüngere Spieler häufiger zu „erwachseneren“ und zeitintensiveren Genres greifen, während das ältere Publikum eher zu leichtem und zugänglichem Gaming neigt.
Was das bedeutet
Die Studie von RuStore und „VK Musik“ gibt der Plattform und dem App-Store Einblicke in das musikalische Leben eines Mobile-Gamers: vom täglichen Hören bis hin zur Entdeckung neuer Interpreten direkt im Spiel. Für Streaming-Dienste und Publisher ist dies ein Signal, dass die Integration von Musik in das Spielerlebnis und Empfehlungen für neue Tracks während der Sessions ein effektives Instrument zur Nutzerbindung sein können. Für das Publikum selbst bestätigen die Daten eine einfache Tatsache: Der typische Mobile-Gamer ist ein Rock- und Metal-Fan, der zu seiner eigenen Playlist spielt.