In Georgien wurde ein Strafverfahren wegen großflächiger Notstromausfälle eingeleitet, die in der Nacht auf den 24. Juli und am Morgen des 25. Juli stattfanden. Der Staatssicherheitsdienst (SGB) Georgiens hat die Vorfälle als Sabotage eingestuft.
Die Ermittlungen laufen gemäß Artikel 318 des Strafgesetzbuches des Landes. Dieser Artikel sieht Strafen für Handlungen vor, die darauf abzielen, den normalen Betrieb staatlicher Unternehmen und anderer wichtiger Einrichtungen zu stören, zu beschädigen oder zu zerstören, sofern solche Handlungen eine Gefahr für die staatlichen Interessen darstellen.
Chronologie der Störungen
Der erste großflächige Stromausfall ereignete sich in der Nacht auf den 24. Juli. Die größten Städte des Landes, darunter Tiflis, Batumi, Kutaisi, Kobuleti und Telawi, blieben ohne Strom. Der Ausfall im Energiesystem führte zu kaskadierenden Problemen: In einigen Regionen kam es zu Unterbrechungen der Mobilfunkverbindung, des Internetzugangs und der Funktionsfähigkeit von Ampeln.
Die Situation wiederholte sich bereits am folgenden Tag. Am Morgen des 25. Juli, gegen 08:00 Uhr Ortszeit, fiel die Stromversorgung erneut in Tiflis, Batumi, Kutaisi und anderen Ortschaften aus. In der Hauptstadt waren die Folgen des Ausfalls besonders spürbar: Der Betrieb der U-Bahn wurde vorübergehend eingestellt, und es kam zu Störungen im Zugverkehr.
Aufgrund des Stillstands von Pumpstationen blieb ein Teil von Tiflis ohne Wasserversorgung. Die Bewohner der Stadt berichteten zudem von instabiler Mobilfunk-Internetverbindung, was die Kommunikation während der Störung erheblich erschwerte.
Position der Geheimdienste
Der Staatssicherheitsdienst Georgiens bestätigte die Eröffnung des Falls. In einer Mitteilung des Ministeriums wird darauf hingewiesen, dass die Ermittlungen schrittweise durchgeführt werden und die Öffentlichkeit über den Fortgang der Ermittlungen informiert wird, sobald dies möglich ist.