Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat während einer Pressekonferenz die Position Moskaus in Bezug auf mögliche Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts in der Ukraine dargelegt. Laut der Diplomatin hat die russische Seite niemals den Dialog abgelehnt und ist bereit, alle neuen Vorschläge und Ideen zu prüfen, die vorgelegt werden könnten.
Allerdings betonte Sacharowa, dass für den Beginn einer neuen Phase der Diskussionen das Schicksal der zuvor getroffenen Vereinbarungen geklärt werden muss. Insbesondere geht es um die sogenannten Anchorage-Vereinbarungen, die im vergangenen Jahr Gegenstand von Diskussionen waren.
Forderung an Washington
Sacharowa wies direkt darauf hin, dass Washington vor der Vorlage neuer Initiativen „Klarheit in die Situation mit den bereits stattgefundenen Verhandlungen bringen sollte“. Ihrer Meinung nach hat die Diskussion neuer Vorschläge ohne Verständnis dafür, was mit den vorherigen Ideen geschehen ist, keinen Sinn.
„Bevor wir über etwas Neues diskutieren, das noch nicht ausgesprochen und formuliert wurde, wäre es wahrscheinlich doch richtig, Klarheit über das Alte zu schaffen“, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums.
Bereitschaft zum Dialog
Trotz der harten Formulierung der Forderungen betont Moskau seine Offenheit für den Dialog. Sacharowa stellte fest, dass Russland bereit ist, alle Ideen zu prüfen, die von den am Konfliktbeilegung interessierten Seiten vorgeschlagen werden könnten.
Diese Position wurde vor dem Hintergrund der anhaltenden internationalen Bemühungen um die Suche nach Wegen zur Lösung der Situation in der Ukraine geäußert. Dabei besteht die russische Seite darauf, dass alle neuen Schritte auf dem Verständnis der vorherigen Vereinbarungen basieren müssen.