Der Leiter der Regionalen Militärverwaltung (OBA) der Oblast Sadschystschyna, Witalij Bunetschko, teilte mit, dass russische Streitkräfte die Region innerhalb von 24 Stunden systematisch mit Kampfdrohnen angegriffen hätten. Demnach habe der Feind die Region seit dem Morgen des Vortages mit Drohnen „terrorisiert“. Die Luftverteidigung habe einen Teil der Maschinen abgeschossen, jedoch seien, wie der OBA-Leiter bestätigte, Treffer auf dem Gebiet der Oblast registriert worden. Ergebnis der Angriffe seien zwei Tote und zwei Verwundete, die in medizinische Einrichtungen gebracht wurden, sowie Schäden an mehreren Objekten. Dies berichtete RBC-Ukraine unter Berufung auf den Telegram-Kanal des Gouverneurs.

Verlauf des Angriffs und Einsatz der Luftverteidigung

Laut Angaben der regionalen Behörden dauerten die Beschussungen ununterbrochen 24 Stunden an, was auf einen Versuch des Gegners hindeutet, die Luftverteidigungssysteme zu überlasten und unter Bedingungen, in denen die Luftverteidigungsmittel bereits im Einsatz sind, maximalen Schaden zu verursachen. Obwohl ein Teil der Drohnen abgeschossen wurde, gelang es den Piloten-Operateuren der feindlichen Drohnen, mehrere Schläge gegen Ziele am Boden zu führen. Bunetschko betonte, dass die Rettungs- und Sonderdienste unter ständiger Bedrohung durch erneute Angriffe mit der Beseitigung der Folgen fortfahren, was den Zugang zu den zerstörten Stellen einschränkt und die Wiederherstellung verlangsamt.

Betroffene Infrastruktur und zivile Objekte

Durch die Schläge wurden Objekte der Kraftstoff- und Transportinfrastruktur sowie zivile Gebäude und das Eigentum der Anwohner beschädigt. Wie das Medium anmerkt, nutzt der Gegner gezielt Kampfdrohnen, um gerade die zivile und industrielle Infrastruktur der Region zu treffen, nicht nur militärische Ziele. Die Beschädigung von Kraftstoff- und Transportknotenpunkten kann die Logistik und Versorgung der Grenzgemeinden für mehrere Tage beeinträchtigen, was die Belastung der lokalen Behörden und Kommunaldienste erhöht.

Serie von Schlägen auf Swjagel und andere Gemeinden

Russische Truppen führen nicht zum ersten Mal Schläge auf Swjagel und andere Gemeinden der Oblast Sadschystschyna aus. So griffen am 12. September Drohnen einen Lebensmittelladen in Swjagel an: An diesem Tag kamen zwei Menschen ums Leben, lokale Tankstellen und ein Unternehmen wurden getroffen. In der Nacht zum 12. September schlug Russland auf dem Cersanit-Werk in Swjagel ein, wo laut Berichten schwere Zerstörungen auftraten, woraufhin die Produktion mindestens für sechs Monate eingestellt wurde. Damit ist die in den letzten 24 Stunden registrierte Angriffsserie eine Fortsetzung der anhaltenden Taktik der Beschussung des industriellen und zivilen Potenzials der Region.

Widersprüchliche Angaben

Bei der Lektüre der Erklärungen ist es wichtig, verschiedene Episoden zu trennen, um die Zahlen nicht zu vermischen. Die im aktuellen OBA-Statement genannten „zwei Tote und zwei Verwundete“ beziehen sich auf die Angriffe der letzten 24 Stunden, während zwei weitere Tote zuvor registriert wurden – bei dem Schlag auf den Lebensmittelladen in Swjagel am 12. September. Der kumulative Schaden über mehrere Tage ist also höher, als es aus einer einzigen Schlagzeile erscheinen mag. Außerdem ist die Stilllegungszeit der Produktion auf dem Cersanit-Werk – „mindestens sechs Monate“ – eine vorläufige Schätzung und kein endgültiges technisches Gutachten und kann je nach Bewertung der Zerstörungen präzisiert werden. Eine unabhängige internationale Verifizierung der Opferzahlen und des Schadensumfangs wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht durchgeführt, daher stützen sich alle Zahlen auf Angaben der regionalen Behörden.