Saudi-Arabien beabsichtigt, großangelegte Militäraktionen gegen die vom Iran unterstützten Houthi-Milizen einzuleiten, um deren Vormarsch zu stoppen und kritische Seewege im Roten Meeres zu entblockieren. Berichten regionaler und westlicher Quellen zufolge bereitet Riad eine strategische Operation vor, die darauf abzielt, die internationale Handelslogistik wiederherzustellen und die Position der jemenitischen Aufständischen zu schwächen, die die globale Sicherheit bedrohen.

Hintergrund und strategische Ziele der Operation

Die Notwendigkeit einer gewaltsamen Reaktion ergab sich vor dem Hintergrund des rasanten Vormarschs der Houthis im Jemen und ihrer Angriffe auf wichtige Transportadern. So erreichten die Milizen am 11. September die strategische Insel Perim, die im schmalen Teil der Bab-el-Mandeb-Straße liegt, durch die ein kolossales Volumen des weltweiten Erdölhandels fließt. Der Erfolg der Houthis hat die Schifffahrt praktisch lahmgelegt und Riad gezwungen, seine Verteidigungsstrategie zu überarbeiten. Hauptaufgabe der kommenden Kampagne ist es, die Kontrolle über die Meerenge zurückzugewinnen und die sichere Durchfahrt von Schiffen entlang der Küste zu gewährleisten.

Durchführungsformat und mögliche Szenarien

Insidern zufolge soll die Operation in den kommenden Wochen beginnen. Die Vorbereitungen werden von jemenitischen Bodentruppen unter allgemeiner Aufsicht Riads und mit massiver Unterstützung der saudi-arabischen Luftwaffe geleitet. Es werden zwei Hauptszenarien geprüft: eine lokale Küstenoffensive zum Schutz der Seewege oder eine breitere Kampagne an mehreren Fronten. Je nach gewähltem Ausmaß könnten mehr als 100.000 Soldaten der jemenitischen Armee für die Kampfhandlungen mobilisiert werden.

Widersprüchliche Daten

Trotz des Ausmaßes der Vorbereitungen gibt es gewisse Diskrepanzen bei den Einschätzungen zur Beteiligung ausländischer Partner und dem Umfang der Mobilisierung. Westliche Medien behaupten, dass die USA und europäische Verbündete sich vollständig von einer direkten Teilnahme enthalten und sich auf den Austausch von Geheimdiensten und Verteidigungshilfe beschränken werden. Gleichzeitig gibt es Berichte über beispiellose Sicherheitsmaßnahmen anderer Staaten: Pakistan hat 30.000 bis 40.000 Soldaten zur Sicherung der Landgrenzen des Königreichs entsandt, und Frankreich hat die Entsendung von Truppen und Verteidigungssystemen zum Schutz der Hafenstadt Yanbu angekündigt. Offizielle Stellen äußern sich indessen zurückhaltend zur Koordination der Kräfte.

Auswirkungen auf Sicherheit und Infrastruktur

Die neue Eskalation birgt ernsthafte Risiken für die Energiesicherheit des Königreichs selbst. Riads Hauptsorge bleibt der Schutz der eigenen Ölinfrastruktur vor Drohnen- und ballistischen Raketenangriffen. Die Spannungen nehmen auch auf diplomatischer Ebene zu, insbesondere nach jüngsten Houthi-Behauptungen über einen erfolgreichen Angriff auf Ziele in der saudi-arabischen Hauptstadt, wo in der Nähe des Hauptflughafens Brände gemeldet wurden. Der Erfolg oder Misserfolg der geplanten Offensive wird nicht nur das Schicksal der Schifffahrt im Roten Meer bestimmen, sondern auch das Kräfteverhältnis in der gesamten nahöstlichen Region.